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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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voll waren. Der Becher kam jetzt an die Reihe, wurde'sorgsamgereinigt und untersucht, indem der Bienenjäger ihn gegen dasLicht hielt. Es war allerdings wenig an ihm zu bewundern, erwar aber hinreichend rein, um seinen Zwecken zu entsprechen. Benwollte nur durch das Glas sehen, um zu beobachten, was in sei-nem Innern vorgehe.

Nachdem Bnzzing Ben der summende Ben, wie er gleich-falls genannt zu werden pflegte diese vorbereitenden Anstaltengetroffen hatte, wendete er seine Aufmerksamkeit der sammetgleichenFläche der grasigen Lichtung zu. Während des letzten Frühlingshatte sich das Jagdfcuer der Indianer über die ganze Gegend ver-breitet, und das Gras war jetzt so frisch, anmnthig und kurz, alswenn der Platz abgeweidet worden wäre. Weißer Klee besonderswar in Fülle da und trat eben in volle Blüthe. Manchfache andereBlüthen hatten sich auch erschlossen, und um sie summten Tau-sende von Bienen. Diese emsigen kleinen Thiere waren in großerThätigkeit, um sich mit Süßigkeit zu befrachten, sie hatten keineAhnung von dem Raub, aus welchen die List des Menschen es ab-gesehen hatte.

Während le Bourdon leise an den Blüthen und ihren sum-menden Besuchern hinstrich, folgten die Blicke der zwei rothenMänner jeder kleinsten Bewegung, wie die Katze die Maus imAuge hat, Gershom war jedoch weniger aufmerksam, das Ganzeschien ihm ziemlich merkwürdig, aber er zog den Whiskey allemHonig aus der weiten Erde vor.

Endlich fand le Bourdon eine Biene, die ihm anstand, erachtete des Augenblickes, wo sie von dem weißen Kieekopfe dieSüßigkeit in sich schlürfte, deckte den fleckig-grünen Becher über sieund machte sie so zu seiner Gefangenen. Sobald die Biene sich vondem Glase umgeben sah, hob sie die Flügel und suchte sich aufzu-schwingen. Dadurch kam sie in den obern Theil ihres Gefäng-nisses , und nun brachte Ben seine freie Hand sorgfältig unter das