GlaS und kehrte zu dem Baumstumpfe zurück. Hier stellte er denBecher so auf den Teller, daß er die Honigscheibe bedeckte.
Nachdem Bcu Buzz dieß glücklich und ohne viele Mühe voll-bracht hatte, sah er einen Augenblick nach seiner Gefangenen, umsich zu überzeugen, daß Alles in Ordnung sei. Dann nahm erseine Mütze ab und bedeckte Teller, Honigwabe und Biene damit.Er wartete nun eine halbe Minute, und als er die Mütze sorgfäl-tig wieder aufhol', bemerkte er, daß die Biene, sobald eine Dunkel-heit, wie die in ihrem Stock, um sie herrschte, auf die Wabe hcr-abgckommcn war und den Hog in sich sog.
Als Ben die Mütze ganz wcgnahm, waren der Kopf und derhalbe Körper der Biene in der Zelle, und ihre ganze Aufmerksam-keit hatte sich diesem unerwarteten Schatze zugewcndct. Da ihrGefangennchmcr mehr nicht wünschte, betrachtete er diese» Theilseiner Arbeit als beendigt. Es war jetzt augenfällig, warum einGlas und nicht ein Gefäß von Holz oder Rinde gebraucht worden,um die Biene zu fangen. Die Durchsichtigkeit war nothwendig,um die Bewegungen der Gefangenen zu beobachten, sowie dieDunkelheit nothwendig war, um sie zu veranlassen, ihren Flucht-versuchen zu entsagen und sich auf die Wabe uiederzulasseu.
Da die Biene nun emsig beschäftigt war, sich mit Honig zusättigen, brauchte le Bourdon nicht zu zaudern, das Glas wegzu-nehmen. Er entfernte sich sogar wieder, brachte eine neue Ge-fangene ein und verfuhr mit ihr, wie mit der vorigen. Eine Mi-nute später war diese Biene gleichfalls in eine Zelle versenkt, unddas Glas wurde wieder entfernt. Le Bourdon winkte nun seinenGefährten, näher heranzukommcn.
„Hier sind sie und saugen emsig an dem Honig," sagte er,indem er auf die Bienen deutete. „Indem sie diese Wabe unter-graben , ahnen sie nicht, daß sie ibrcu eigenen Stock untergraben.So ist es aber mit uns Allen. Wenn wir auf dem Gipfel desGlückes zu sein glauben, sind wir vielleicht unserem Falle am nach-