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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Mann selbst aber sah er jetzt zum ersten Male. Seine Anfmerk-samkeit war seinem Berufe oder seiner augenblicklichen Beschäftigungzugewendet, und wenn er sich dieser je cntschlug, so richtete sie sichvornehmlich auf die Indianer, besonders auf den Läufer.

Von Hirschfuß hatte er durch das Gerücht einige Kenntnis»,und das Wenige, was er von ihm gehört hatte, machte ihn gegensein Gehaben bei weitem gleichgültiger als gegen das des jüngcrnIndianers.

Von dieser jungen Rothhaut hatte er nie etwas gehört, undwährend er sich bemühte, sich ihm gegenüber ein sorgloses Ansehenzu geben, regte sich eine lebhafte Neugierde in ihm, zu erfahrenwas der Chippewa im Schilde führe.

Was Gershom betrifft, so hatte er ihn auf den ersten Blickdurchschaut, und als den befunden, der er wirklich war, einumziehender, trinksüchtiger, sorgloser Abenteurer, welchem ziemlichviele schlechte Eigenschaften und Laster beiwohnten, denen sich we-niges zugcsellte, das den Widerwillen, welchen er sonst anständigenLeuten einflößcn mußte, wenn nicht ganz vergessen ließ, doch wenig-stens minderte.

Mittlerweile nahm die Biencnjagd, an welcher alle Zuschauerso lebhaften Anthcil nahmen, ihren Fortgang. Da die Mehrzahlunserer Leser mit diesem Verfahren wahrscheinlich unbekannt sind,wird es nöthig sein, das Geschäft selbst und die dabei angcwcnde-ten Hilfsmittel näher in das Auge zu fassen.

Ben Bnzz'sWerkzeuge", wie Gershom die Geräthschastcnseines Berufes genannt hatte, waren weder sehr zahlreich noch sehrkünstlicher Art. Sie befanden sich alle in einem kleinen hölzernenmit einem Deckel versehenen Eimer, denen ähnlich, in welchenHandwerker und Taglöhner hier zu Lande ihr Essen in ihre Werk-stätten mitzunehmcn Pflegen.

Le Bourdon hatte dieses Gefäß geöffnet und seine Geräth-schaften hcrausgenommcn, diese bestanden in einem kleinen zinncr-