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Fall seines Geschlechts ihm nie eingcprägt hat, Berge auf seineSeele häufte.
Hans hatte ihr Herz aber von einer Last befreit, welche sie langedrückte, sie barg ihr Antlitz in ihrer Schürze und weinte.
„Ich wollte, Molly," sagte der Sterbende nach einer kleinenPause, „ich wollte, ich hätte die Brigg nie gesehen. Ehe ich diesesSchiff bekam, habe ich nie dem Gedanken Raum gegeben, einemMenschen Unrecht zu thun."
„Der Vater der Lügen, welcher Alle zum Bösen reizt, Stephan,hat zu den Sünden geführt, und nicht die Brigg."
„Ich wollte, ich hätte noch ein Jahr zu leben, nur noch einJahr, das heißt nicht zu viel zu fordern, wenn man noch nicht sechzigJahre zählt."
„Es ist vergeblich, armer Stephan. Die Aerzte sagen, Ihrkönntet keinen Tag mehr am Leben bleiben."
Stephan stöhnte, denn Vergangenheit und Zukunft traten ingrellem, erschreckendem Lichte vor sein Gewissen.
Und was ist jene Zukunft, welche uns in einer endlosen Zeit-Ausschau glücklich oder elend machen soll? Besteht sie nicht auseinem Dasein, in welchem das Gewissen, aller körperlichen Täu-schungen und Schwächen baar, Alles in seiner wahren Farbe sieht,Alles würdigt, und Alles straft? Wenn dieß so ist, dann muß einsolches Dasein Jeden zum strengen Bewahrer der Erinnerung allerseiner Sünden machen. Es muß selbst der gerechteste Richter sein,denn die Sünde stellt sich mit jeder Einzclnheit, welche sie erschwe-ren oder mildern kann, dem Geiste dar. Jeder muß streng nachseinen Gaben gestraft werden. Da Niemand ohne Sünde ist, machtdieß die Nothwcndigkeit einer Sühne unerläßlich, und führt un-mittelbar zu der Wahrheit des Gedankens der Erlösung. Die Seeleoder das Gewissen, welche diese Sühne als nothwendig anerkenntund ihr vertraut, fühlt ihre Wirksamkeit, wirst ihre Sündenbürde