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auf allen ihren Reisen, und in all' ihrem Ungemach seiner gedacht,oft mit acht weiblichem Gefühle seiner gedacht, und obgleich derKummer und die Kränkung, welche sie empfand, indem sie den nochstets lebendigen Einfluß der hohem Reize Rosa's gewahrte, ihrHerz bitter stimmten, konnte doch ein solches Gefühl in einer soedclmüthigcn, menschenfreundlichen Brust, wie die Hans Ticr'swirklich war, und angesichts einer Scene, wie sie sich hier bot, un-möglich lange Platz greifen. Ihre Gesichtsmnskeln zuckten, dasharte, gegerbte Gesicht verlor seine Strenge, und sie schien in jederWeise tief ergriffen.
„Wendet Euch zu Ihm, dessen Güte und Barmherzigkeit Euchretten kann, Stephan," sagte sie in einem milden, weiblichen Tone,wie man ihn seit Jahren nicht von ihr gehört hatte, und mit einemAusdrucke, in welchem sich gewissermaßen wieder ihr ganzes frühe-res Ich spiegelte; „meine Vergebung kann einem Mann ans sei-nem TodeSbette nicht helfen."
„Sie wird meine Seele beruhigen, Molly, und ich werde meineGedanken freier zu Gott erheben können."
Hans war tief gerührt, vielleicht weniger durch die Worte desSterbenden, als durch den Ausdruck seines Gesichtes und den Toneiner Stimme, der sie früher zärtlich gelauscht hatte. Sic trat andas Bett ihres Gatten, kniete nieder, nahm seine Hand und sagtefeierlich :
„Stephan Spike, aus dem Grund meiner Seele verzeihe ichEuch, und werde zu Gott flehen, daß er Euch Eure Sünden ver-geben möge, wie ich Euch Alles zu verzeihen, wie ich Alles zu ver-gessen bemüht sein werde, was Ihr an mir verschuldet habt."
Spike faltete seine Hände und versuchte wieder zu beten. Aberdie Gewohnheiten eines ganzen Lebens sind nicht so leicht zu be-wältigen, und der, welcher in seiner Sterbestunde die Augenblicke,die er verloren hat, wieder zu erhaschen strebt, wird bitter gewahrwerden, daß er durch sein Verharren in Sünden, welche der erste