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28 (1854) Kapitän Spike, oder die Golf-Inseln : Roman
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ohne Beachtung seines Willens und seiner Gebote hingcbracht, undden kleinlichen Interessen des Augenblickes täglich, stündlich Grund-sätze und Pflicht geopfert haben, fand er es schwer, sich an einWesen zu wenden, welchem er lange fremd geblieben war. DieSchuld lag jedoch an ihm, den» selbst über dem Todesbett StephanSpike's neigte sich die ewige Barmherzigkeit, hätte dieser rauheGeist cs über sich vermocht, sich in Ernst und Wahrheit an siezu wenden.

Da die Frauen seinen Kampf sahen, überließen sie ihn auf kurzeZeit seinen Gedanken.

Molly," sagte Spike endlich mit der schwachen Stimmedessen, der sein Ende herannahen sieht,ich hoffe, Ihr werdetmir verzeihen. Ich weiß, daß ich schwere Tage über Euch gebrachthabe."

ES ist hart, wenn ein Weib ihrem Geschlechtc entsagen muß,Stephan, wenn sie, so zu sagen, ihre Natur abwerscn und einMann werden muß."

Es hat Euch schrecklich umgcwandelt. Selbst Eure Stimmeist eine andere geworden. Einst war Eure Stimme sanft und weib-lich, jener der Rosa Bndd ähnlicher, als sie es jetzt ist."

Ich spreche wie die, mit welchen ich zu leben gezwungenwar. Das Vorderkastell und die Schiffsküche sind keine Schulen,Stephan Spike, in welche man Frauen schickt, um sprechen zulernen."

Sucht cs zu vergessen, gute Molly! Sagt mir so, daß ich eshöre» kann: ,Ich vergesse und vergebe, Stephan!' Ich fürchte,Gott kann mir meine Sünden nicht vergeben, vor denen ich zu er-schrecken anfangc, da mein eigenes Weib mir auf meinem Todes-bette nicht vergeben will!"

Diese Ansprache ergriff und rührte Hans. Ihre Thcilnahmean ihrem sündhaften Gatten war niemals völlig erloschen. Siehatte, wie die früheren Thcile unserer Erzählung gezeigt haben,