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ein schlechtes Gehaben, und ich wollte, ich könnte es ungeschehenmachen. Aber es ist jetzt zu spät. Auch sie starb in Folge einesFiebers, das ist ein Trost, wäre sie an einem gebrochenen Herzengestorben, würde ich mir nie verziehen haben. Molly hatte ihreFehler, ich hielt sie für große Fehler, im Ganzen aber war Mollyein gutes Wesen."
„Ihr habt sie also geliebt, Stephan Spike?"
„Die Wahrheit zu sagen, als ich Molly heirathete und Kavi-tän Swash seiner Tochter Hand in die meinige legte, lebte keinWeib, die nach meinem Urthcile besser, oder in meinen Augen schö-ner gewesen wäre."
»Ja, ja, als Ihr sie heirathctet, wie war es aber später,als Ihr ihrer müde wart, und eine Andere saht, welche in EucrnAugen schöner war?"
„Ich habe sie verlassen, und Gott hat mich dieser Sünde we-gen gestraft. Wißt Ihr wohl, Hans, daß das Glück seit jenemTage von mir geschieden ist? Oft und oft habe ich daran gedacht,und so gewiß Ihr hier vor mir sitzt, seit ich meine Frau an demStrande verließ, war das Glück von mir und meinem Schiffe ge-wichen. Was eine Reise einbrachte, nahm die andere wieder hin.Stets in Bewegung, keine Ruhe in einer so langen, langen Reihevon Jahren, daß die grauen Haare kamen, und die Last des Altersüber mich hcreinbrach, und ich blieb so arm, wie ich war. Es gingimmer abwärts mit mir, und ich hatte die größte Noth, die Briggin Bewegung zu erhalten, um mir mein Leben zu fristen."
„Und veranlaßt Euch all dieß nicht, Eures armen Weibes zugedenken, welche Ihr so sehr gekränkt habt?"
„Ich dachte kaum an etwas Anderes, bis ich zu Neu-Orleansvon ihrem Tode hörte, und dann gab ich es als nutzlos auf. Hätteich Molly sechs Monate nach jener unseligen Stunde, wo ich sieverließ, wieder gesunden, so hätten wir uns nie wieder getrennt,und Alles wäre vergessen gewesen. Ich kannte ihr Herz, so stolz