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28 (1854) Kapitän Spike, oder die Golf-Inseln : Roman
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aus ihrer Brust. Auch Spike schwieg längere Zeit, weniger ausErschöpfung, als weil seine Wunde ihn schmerzte. Während dieserPause wurde die Nadel emsig aber linkisch gehandhabt.

Spikes Gedanken waren noch ein wenig wirre, aber dasSchweigen und die Ruhe einer Viertelstunde brachten ihn mehrund mehr zu sich. Nach Verlauf dieser Zeit forderte er wiederWasser. Als er getrunken, und Hans sich wieder seitwärts an seinLager gesetzt hatte, und sich mit ihrer Nadel beschäftigte, betrachteteder Kapitän diese seltsame Frau lange und aufmerksam.

Zufällig war das arme Weib, von der Seite gesehen, dem, wassie einst gewesen, ähnlicher, als wenn man das volle Gesicht vorsich hatte, und diese Aehnlichkcit zog Spike's Aufmerksamkeit aufsich, obgleich er noch immer weit entfernt war, die Wahrheit zuahnen. Ersah etwas, das ihm bekannt schien, konnte sich aberkeine Rechenschaft geben, was dieses Etwas sei, und noch we-niger, wem cs ähnlich sein mochte. Endlich nahm er das Wortwieder:

Man hatte mir gesagt, Hans Tier sei todt," sagte er,achtund vierzig Stunden nach unserer Abreise soll ihn das Fieber hin-weggerafft haben. So lautete der Bericht über ihn."

Und was hat man Euch von Eurer Gattin gesagt, StephanSpike, von ihr, welche Ihr zu derselben Zeit am Strande verlassenhattet?"

Man erzählte, sie sei erst drei Jahre später gestorben. Ichhabe zu Neu-Orleans, drei Jahre später, die Nachricht von ihremTode erhalten."

Und wie konntet Ihr sie, Euer treues, Euer rechtmäßiges Weiban einem fremden Strande verlassen?"

Es war ein schlechtes Gehaben," versetzte Spike, welcher jetzt,da er an dem Rande des Grabes stand gleich allen andern Sterb-lichen sein früheres Thun ganz anders betrachtete, als er in denJahren der Gesundheit und Kraft gethan hatte,ja, es war