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die Arbeit der Art war, daß sic eher zu dem Gebrauche der Handund der Segelnadel, als zu dem des Fingerhutes und der zierliche-ren Nähnadel eiulud, schien das Weib sich doch linkisch anzustellen,als wenn ihre rauh aussehenden, braunen Hände sich einer so weib-lichen Beschäftigung nicht recht fügen wollten. Dennoch gewahrteman Spuren eines rein weiblichen Charakters an diesem ungewöhn-lichen Geschöpfe, — Spuren, welche die Aufmerksamkeit der schö-nen Rosa, ihrer Gefährtin, auf sich zogen und ihre Theilnahme inhohem Grade ansprachen. Thräne» drängten sich dann und wannaus ihren Augenliedern, strömten über sonnenverbrannte Wan-gen, und fielen auf das grobe Schiffstuchkleid, welches in ihremSchooße lag.
Nach einer dieser plötzlichen, mächtigen 'Ausbrüche des Ge-fühls trat Rosa zu ihr, legte ihre kleine, schöne Hand freundlichauf die Schulter der Andern, und sagte in dem mildesten, sanfte-sten Tone:
„Ich glaube wirklich, er erholt sich, Hans, und Ihr dürft hof-fen, Euch noch mit ihm besprechen zu können."
„Man sagt allgemein, er müsse sterben," sagte Hans Tier,denn er war es, der nach einer Verkleidung, welche nun volle zwan-zig Jahre gewährt hatte, in derTracht seines eigentlichen Geschlech-tes erschien, „und er wird nie erfahren, wer ich bin, und daß ichihm verzeihe. Er muß in einer andern Welt an mich denken,da er es in dieser nicht mehr kann, es wäre aber ein großerTrost für seine Seele, wenn er wüßte, daß ich ihm verziehenhabe."
„Gewiß, der Mann muß wünschen, von seinem Weibe freund-lichen Abschied zu nehmen, ehe er seine Angen für immer schließt,und ich darf wohl sagen, auch für Euch wäre es ein großer Trost,wenn Ihr ihm sagen könntet, Ihr hättet ihm vergeben, daß er Euchverlassen, in tausend Widerwärtigkeiten gestürzt und gezwungen hat,Euer» Unterhalt als gemeiner Matrose zu verdienen."