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wohlwollende Nusdruck seines ruhigen, gedankenvollen Gesichtessprach sich in dem Tone seiner Stimme aus, — „Eure Tischgesell-schaft ist, wenn es sich von unseren Pflichten handelt, in dieser Be-ziehung so ketzerisch, wie ich je eine gesehen habe."
„Ich halte es für des Seemanns Pflicht, seinem Schiffe treuzu bleiben, lieber, wohlehrwürdiger Herr."
Diese Art der Ansprache, deren sich der „Schiffsgeutleman"scherzhasterwcise gegen einen alten Schiffsgenossen bediente, denndie Beiden waren bereits auf anderen Schiffen miteinander gereist,ließ Harry sogleich gewahren, daß er denselben Geistlichen vor sichsah, welchen er so sehnlich herbei gewünscht hatte.
Der „liebe, wohlehrwürdige Herr" lächelte über diese Anredeseines Freundes, eine Art Scherz, an welchen er lange gewöhntwar, antwortete aber mit einem Ernst und Nachdruck, wie er esseinem heiligen Stande angemessen erachten mochte.
Wir wollen hier sogleich bemerken, daß der wohlehrwürdigeHerr Hollins keiner jener „ins Wasser gelassenen Schiffskapitäne,"welche die amerikanische Flotte in so hohem Grade beschimpft, nochauch ein Laie war, welcher sich einen solchen Titel beilegte, undnichts weiter beabsichtigte, als den Sold zu ziehen und den Spieß-gesellen des Kapitäns an seiner Tafel und bei seinen Gelagen amLande abzugebcn. Jene Zeiten sind glücklicherweise vorüber, unddie Diener des Evangeliums nehmen jetzt sich wirklich der Seelender armen Matrosen an, welche so lange vor Anderen und in derThat vor sich selbst als Wesen galten, die gar keine Seele zu habenschienen. In dieser Hinsicht ist die Welt wirklich fortgeschritten,obgleich die Guten und Weisen, wenn sie umher blicken, mehr Grundhaben, über das zu stauneu, was sie einst war, als sich dessen zufreuen, was sie jetzt ist. Der Fortschritt in der Gcsammtheit istjedoch nicht zu verkennen, wenn auch noch vieles zn wünschen bleibt,und man würde sich jetzt Mißbräuchen nicht fügen, welche vor einemhalben Jahrhundert noch werth gehalten wurden.