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erhob; vielleicht schwamm es auch so niedrig, daß die dazwischenliegenden Roller es seinem Blick entzogen. Einen Augenblick durch-zuckte das Herz des jungen Mannes der schreckliche Gedanke, dasWrack könne bereits gesunken sein; als er aber bedachte, wie lang-sam die Luft aus dem innern Raum entwich, suhlte er sich wiederermuthigt und sah ein, daß das Unglück, so unvermeidlich es auchsein möchte, seine Freunde noch nicht getroffen haben könne.
Er harrte einer neuen Welle, welche ihn emportrug, hob Kopfund Schultern, so hoch er konnte, über die Fläche der See, undstrengte, abermals vergeblich, seine Augen an, um des Wracks an-sichtig zu werden. Nichts war zu sehen. Der Maat war bereitsweiter geschwommen, als er glaubte, und stand schon so fern, daßjeder Versuch dieser Art hoffnungslos sein mußte. Er war bereitsdas volle Drittheil einer Meile von dem Wrack entfernt.
In seiner Hoffnung getäuscht und nicht wenig entmuthigtwendete sich Mulsord und schwamm in der Richtung des sinkendenSternes. Er blickte wieder besorgt nach dem Boote aus. Es mußtesich jetzt seinem Blicke deutlicher zeigen, und er fühlte sich von neuerAngst beklommen, als er kein Zeichen seiner Nähe gewahrte.
Da er seiner Richtung gewiß war, und sich durch die Strö-mung der Luft derselben noch mehr versicherte, schwamm er beherztfort. Der muthige junge Mann beschloß jetzt, sich nicht durch frucht-loses Nachforschen oder eitle Bekümmerniß aufhalten zu lassen, son-dern eine gewisse Zeit stetig fortzuschwimmen, und auf eine be-stimmte Entfernung anzuhalten, ehe er wieder nach dem ersehntenZiele ausschaute.
Der herzhafte, kräftige junge Mann kämpfte abermals zwanzigMinuten inmitten der Einsamkeit und Dunkelheit der Mitternachtmit der Wasserwüste. Er glaubte jetzt fast eine Meile von demWracke entfernt zu sein, und der Stern, welcher ihm so lang alsLeiter gedient hatte, näherte sich allgemach dem Horizonte.
Er wählte jetzt einen anderen Himmelskörper in der Nähe des