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Alles dieß war günstig, und der junge Maat fühlte anfangsein Herzpochcn, wie wir wohl Alle es fühlen, wenn uns eine wich-tige, glückliche Nachricht unerwartet zukommt. Das Nachdenkeneines Augenblicks ließ ihn jedoch gewahren, wie wenig von diesemSchiffe zu hoffen war. Zuerst war seine Entfernung so groß, daßman nicht einmal angeben konnte, welchen Kurs es steuerte. Dannging es wahrscheinlich in solcher Ferne vorüber, daß es das, kaumüber das Wasser hervorragende Wrack nicht zu sehen im Standewar; überdieß lag die Möglichkeit so nahe, daß cs in der Nachtvorbeisegelte.
Indem Mulford alle diese Umstände in das Auge faßte, mußteer sich der Ueberzeugung hingeben, es sei kaum wahrscheinlich, daßdas fremde Schiff sie retten werde, und er konnte cs nur billigen,daß Hans Tier Besonnenheit genug hatte, deu gewöhnlichen Anruf:„Schiff, ho!" zurückzuhalten, als er seine Entdeckung machte. Den-noch konnte er sich nicht versagen, Rosa die erfreuliche Kunde mit-zutheilen, daß wirklich ein Schiff zu sehen sei. Sie konnte dienäheren Umstände nicht, wie er gcthan, ermessen, und der Glaube,cs biete sich eine sichtbare Möglichkeit der Rettung dar, mochte sieeinige Stunden erheitern und beglücken.
Die Hoffnungen, welche diese Nachricht bei den Frauen er-weckte, waren verschiedener Art. Rosa war entzückt. Ihre Rettungerschien ihr jetzt als ein so wahrscheinliches Begebniß, daß HarryMulford cs fast bereute, in ihr Hoffnungen rege gemacht zu haben,welche, wie er selbst fürchtete, getäuscht werde» mußten. Die Ge-fühle der Mistreß Budd nahmen keinen solchen Schwung. DasWrack und ihre jetzige Lage wichen so sehr von allen ihren frühe-ren Begriffen von der See und dem Leben darauf ab, daß sie fastganz betäubt war und sich fürchtete, etwas zu sagen und zumal zudenken. Biddy unterschied sich von ihren beiden Gebieterinnen, deralten wie der jungen; sie schien jeder Hoffnung entsagt zu ha-