Mulford verließ das Flach und watete so weit nach hinten, alser dicß ohne Gefahr thun konnte, da er hoffte, das Boot sei dortmit seiner Fangleine noch an das Hackebord angebunden, wie er esgelassen hatte, und nur die Dunkelheit der Nacht hindere ihn, eszu sehen. Da er nicht fand, was er suchte, kehrte er zu seinen Ge-fährten zurück, und ergoß sich in Ausrufungen des Staunens überden unbegreiflichen Verlust des Bootes.
Rosa sagte ihm nun, das Boot sei zehn bis fünfzehn Minutenehe der Unfall sie getroffen, abtriftig geworden, und sie seien ebenbemüht gewesen, seiner wieder habhaft zu werden, als die Bö, welcheden Schooner umgelegt, daher gefahren sei.
„Und warum habt Ihr mich nicht gerufen, Rosa?" sagte Harryin einem Tone, durch welchen ein leiser Vorwurf klang. „MeineWache auf dem Deck kann nicht fern gewesen sein, und es wäre füruns besser gewesen, ich hätte eine halbe Stunde Schlafes, als dasBoot verloren."
Rosa war nun genöthigt, einzugestehen, daß die Stunde desAufrufs längst vorüber sei, und daß der schwache Lichtstreif, welchersich eben in Osten zeigte, das nahe Heranrücken des Tages ver-künde.
Die Erläuterung wurde sanft aber freimüthig gegeben, undMulsord's Herz durchströmte, selbst in diesem Augenblicke der höch-sten Gefahr, ein Strom des Entzückens, als er den Grund ver-nahm, warum Rosa ihn nicht geweckt hatte.
Da das Boot fort und keine Aussicht vorhanden war, dessenwieder habhaft zu werden, ließ man den Gegenstand fallen, unddie Wittwe, welche bisher auf Dornen gestanden, gab sich demGlauben hin, man habe ihrer Ungeschicklichkeit vergessen.
Die auf dein Flach waren der Gefahr, zu ertrinken, wenn derSchooner in die Tiefe sank, entgangen, und fühlten sich in einemGrade crmuthigt, daß sie eine Weile gar nicht an die schrecklicheLage dachten, in welcher sie sich befanden. Die Unbequemlichkeit,