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dicß bei Mädchenuhren gewöhnlich der Fall ist. Schon deßwcgcnkönntest du nicht ordentlich Wache halten. Wo ist Euer Chrono-meter, Herr Mulford? Laßt mich meine treffliche Uhr, welche ichvon meinem guten, seligen Bndd habe, mit der Eurigcn vergleichen,die gleichfalls sehr gut sein soll."
Es war schwer zu begreifen, wie eine Uhr, welche die Nen-Uorker Zeit andeutete, mit einem Chronometer übereinstimmcnsollte, der zu Greenwich gestellt worden. Mulford konnte aber nichtumhin, seinen Chronometer zur Vergleichung darzurcichcn, und esergab sich, daß die Uhr der Wittwe auf sieben deutete, währenddie scinige, oder der Greenwicher Chronometer, ans zwölf zeigte.
„Wie schlecht geht diese Eure Uhr, Herr Mulford!" rief diegute Dame, „von welcher Ihr so viel Rühmens gemacht habt. Sicgeht wahrhaftig fünf volle Stunden vor."
„Meine Uhr ist ein Chronometer, wie Ihr Euch erinnern wer-det, Mistreß Bndd," sagte der junge Mann.
„Ich weiß es, und solche Uhren sollen die zuverlässigsten sein,das habe ich stets gehört. Mein guter Herr Budd hatte derenzwei, und sie waren so groß wie Kompasse, und wurden nach seinemtraurigen Hinscheiden um mehrere hundert Dollars verkauft."
„Es waren Schiffschronometcr, der meinige aber ist für dieTasche bestimmt. Es ist wahr, die Chronometer sollen die Zeit amgenauesten anzeigen, und zeigen sie auch gewöhnlich am genauestenan; der meinige würde in zwölf Monaten nicht zehn Minuten nach-gehen, wenn ich ihn nicht bei mir trüge."
„Ja, ja, Harry, er geht nicht nach, er geht vor," rief Rosalachend.
Mulford überzeugte sich, daß das lachende Mädchen an seinerSeite trotz ihres scharfen Auges und ihres rasch fassenden Ver-standes von dem Gebrauche eines Chronometers nicht viel mehrwußte, als ihre geistcsträge, beschränkte Tante, und daß er seinenfrüher» Unterricht fast vergeudet hatte. Obgleich er es nicht wagte,