bringen? Der Missisippi muß beinahe in einen Kinderbrei umge-wandelt sein, so viel Mehl sührt er dem Markte zu."
„Demungeachtet kenne ich, Herr, Oheim Sam's Sparsamkeitso gut, daß ich glaube, ich werde mein Mehl bis aus das letzteFaß mit einem schönen Gewinn an seine Lieferanten verkaufen."
„Ihr lest mit Vorliebe whigische Zeitungen, wie ich fast glaube,Herr Spike," antwortete Wallace in seiner ruhigen, besonnenenWeise, konnte sich aber doch eines Lächelns nicht enthalten, als erdiese Worte sprach.
Wir benützen diese Gelegenheit, um dem Leser zu bedeuten,welchen Mann er vor sich hat. Die Natur hatte diesen Herrn zumzweiten Lieutenant — diese Stelle hatte er inne — geschaffen.Er war ein ausgezeichneter zweiter Lieutenant, während er asserster seine Löhnung nicht verdient hätte. Auch war er dieser Ei-gentümlichkeit seiner Bestimmung und Befähigung so bewußt, daßer in keinem Schiffe, das auf dem Wasser schwamm, erster Lieute-nant hätte werden mögen. Ein achtenswerther Seemann, ein un-terrichteter, begabter Mensch und ein ausgezeichneter Deckoffizieroder Wachtoffizier, war er zu träg, um etwas mehr sein zu wollen,und fühlte sich in der bequemen Back, welche er einnahm, so glück-lich, als der Tag lang war.
Der erste Lieutenant war als Seekadett sein Backgesell gewe-sen und hatte bereits Aussicht, Befehlshaber eines Schiffes zu wer-den; aber Wallace war weit entfernt, ihn zu beneiden. Im Ge-genthcil — nichts machte ihm mehr Vergnügen, als den „emsigenWilly," wie er seinen ersten Lieutenant nannte, zu einer FlascheWein, oder zu einem Glase „heißen Getränks" herbeizuziehenund ihn erzählen zu lassen, wie er sich den Tag hindurch ab-gemüht.
Als zweiter Lieutenant war er den unangenehmeren Pflichtenan Bord des Schiffes fast ganz überhobeu, während dieser Rangihn nicht hoch genug stellte, um ihn mit den nie endenden Mühen