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28 (1854) Kapitän Spike, oder die Golf-Inseln : Roman
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Spike hielt ihn für eine Fregatte; Mulford aber neigte sichfortwährend der Ansicht zu, es sei eines derNeuen", vielleicht einewirkliche Korvette, oder doch eines der Schiffe, die mit einem leich-ten Sparrendeck über den Batterien versehe» waren. Er wußte,daß zwei bis drei solcher ausgerüstet worden, und dieß mochte indiese Klasse gehören.

Endlich sah man alle Zweifel in dieser Hinsicht beseitigt; denndas fremde Schiff hißte die amerikanische Flagge auf und kam sonahe heran, daß man deutlich sah, es habe nur eine einzige ReiheKanonen. Immerhin aber war es ein großes Schiff, und die Art,wie cs, bei dem Wind gesetzt, sich durch die Wellen arbeitete, rißselbst Spike zur Bewunderung hin.

Wir thun wohl am besten, wenn wir Segel zu bergen an-sangcn, Herr Mulford," bemerkte der Kapitän endlich in unwir-schem Tone.Wir könnten dem Burschen vielleicht entschlüpfen,wenn wir uns dicht unter Porto-Rico hielten; allein er dürfte unsdann eine lange Jagd bieten und nach windwärts wegtreiben, wennich zwischen Cuba und Jamaica abzuhatten wünschte. Seht, wieer unter einer Wolke von Segeltuch ans uns loszieht."

Mulford war nicht sehr beeilt, die Bramsegel bergen zu lassen,und der Kreuzer kam näher und näher heran.

Indessen wurde eine Kanone abgefeuert, und eine schwere Ku-gel schlug etwa zweihundert Ellen hinter der Brigg und ein wenigaußerhalb der Linie mit ihr in die Wellen ein. Dieser Wink reichtehin, Spike willfährig zu machen. Er befahl Eile, und man begannallen Ernstes die Segel zu bergen.

Nach zehn Minuten war die Molly Swash unter Bramsegel,Marssegel und Klüver, die leichteren Segel hingen los und allesSteuertnch war herein. Noch zehn Minuten, und der Kreuzer warso nahe, daß man die Gesichter der drei bis vier Männer, derenKöpfe über die Bekleidung der Schanze hcrvoragten, erkennen konnte.Er begann jetzt, seine Schwingen cinzuziehen. Seine Oberbram-