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Kapitän dagegen besorgte, die Hörner des Focksegcls möchten wie-der auf das Tapet kommen, und hielt es für gerathcner, von denSchwingen des Schiffes wieder auf die Schwingen Cupido's zurück-zukommen.
„Wie ich gesagt habe, Madame Budd, Freundschaft ist nichtLiebe; nein, nichts weniger als das. Freundschaft ist eine ge-wöhnliche Art Gefühl; aber die Liebe ist, wie Ihr wohl selbst ausErfahrung wißt, Madame Budd, eine ungewöhnliche Art Gefühl."
„Pfui, Kapitän Spike, ein Herr darf nie darauf hindeuten,als wüßten die Frauen irgend etwas von Liebe. Die Frauen fühlenfür einen Herrn Achtung, Verehrung, meinetwegen sogar Bewunde-rung; aber es ist beinahe zu arg, wenn man von ihrer Liebe spre-chen will."
„Ja, Madame Budd, ja; es ist allerdings so, und muß sosein. Ich bitte um Verzeihung, daß ich mich so weit ausgesprochenhabe, wie ich that. Aber meine Liebe zu Eurer Nichte ist so leben-diger und dauernder Art, daß ich kaum weiß, was ich gesagt habe."
„Kapitän Spike, Ihr erschreckt mich! Gewiß, ich kann vorErstaunen kaum Athem holen. Meine Nichte? O, Ihr meint dochnicht Rosa?"
„Wen sollte ich sonst meinen? Meine Liebe zu Miß Rosa istso entschieden und lebendig, sage ich Euch, Madame Budd, daß ichfür die Folgen nicht einstehen kann, wenn Ihr Eure Einwilligungzu unserer Heirath versagen solltet."
„Ich kann kaum meinen Ohren trauen. Ihr, Stephan Spike,und ein alter Freund ihres Oheims, wollt seine Nichte heirathen!"
„Wie Ihr sagt, Madame Budd, auf ein Haar getroffen. DieAchtung, welche ich gegen die ganze Familie hege, ist so groß, daßnur die Hand der schönen Rosa meine Gefühle, wenn ich so sagendarf, mäßigen kann."
Die Wittwe hegte selbst keinen Funken Zärtlichkeit zu GunstenSpike's, während sie Rosa mehr liebte, als irgend ein lebendes