120
ohne erst wenigstens zwei volle Meilen westlich zu laufen, um vondem Lande abzukommcn.
Dieß war ein augenfälliger Gewinn für die Swash, welche ineinem nordwestlichen Kurse mit rasender Eile dabin schoß, währendihr gefährlichster Feind nach westwärts abhalten mußte. Der Kutterhielt wacker an; man gewahrte jedoch bald, daß die Brigg ihmganz vor dem Winde gewachsen war.
Die Dunkelheit begann jetzt die drei Schiffe einzuhüllen, unddie Brigg und der Schooner konnten sich nur noch mittelst ihrerNachtgläser im Auge behalten; die Stellung des Dampfers aberblieb sichtbar, da sein Schornstein Flammen spie.
Dieses letztere Schiff hatte während einer Viertelstunde westlichabgehalten, als sein Befehlshaber plötzlich zu gewahren schien, wieviel kostbare Zeit er verlor; er ließ daher kurz umwendcn und schoßvor dem Winde, unter Dampf und Segel, ab, indem er beabsich-tigte, das gejagte Schiff aus der nordöstlichen Seite der Insel inEmpfang zu nehmen.
Derselbe Mann, welcher die Swash angerusen hatte, als sievon stiem Werste ablief, welcher im Höllcnthor mit Hans Tier inseinem Boote vor ihr vorübergcflogen war, und welcher vor Throg-morton sein Bord betreten hatte, stand jetzt auf dem Deck und drangin desten Befehlshaber, die Brigg ja nicht entschlüpfen zu lassen.
Auf seinen Rath hatte das Schiff sich gewendet. In fieber-hafter Hast die Gefangennehmung der Brigg ersehnend, hatte er esüber den Befehlshaber des Dampfers vermocht, seinen Kurs zu än-dern. Hätte er nicht mehr als dieß gethan, so wäre vielleichtAlles noch nach Wunsch gegangen; seine Ansicht von der Segel-kraft der Swash war eben so übertrieben, daß er, statt den Dampferdie östliche Seite der Insel entlang laufen zu lassen, dem Befehls-haber desselben die Nothwendigkeit darlegte, eine lange Strecke nachnordostwärts abzuhalten, um aus diese Weise vor das gejagte Schiffzu kommen.