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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
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»Ich glaube wirklich, sie scheint besser, und jedenfalls ist siein diesen letzten paar Tagen weit munterer geworden," gab ichauf diese Aufforderung zur Antwort.Gestern war sie zweimalin der Kirche und etwas ganz Neues heute Morgen früh-stückte sie mit mir."

Gott sey Dank!" rief Lucy voll Wärme. Dann setzte siesich nieder und machte ihren Gefühlen durch Thränen Luft. Ichsagte ihr, sie mögte mich in wenigen Minuten wieder erwarten,und suchte jetzt den Arzt auf, der mittlerweile von meiner Anwe-senheit unterrichtet worden war.

Das ruhige, überlegte Auftreten Post'S flößte mir ein Ver-trauen ein, wie ich es seit mehreren Tagen nicht mehr empfundenhatte, und ich begann wirklich zu hoffen, eS könnte noch in derMacht seiner Kunst liegen, meine theure, geliebte Schwester zu retten.

Unsere Anordnungen zum Aussteigen aus der Schaluppe warenbald getroffen, und Lucy auf meinen Arm gelehnt, stiegen wir zusammenden Hügel hinan. Auf seinem Gipfel stand die Chaise, worin derDoktor und Marble nach einigem Zureden Platz nahmen, währendLucy das Gehen vorzog. Die Negerin sollte das Fuhrwerk be-gleiten, das zum Abholeu des Gepäcks hergeschickt worden war, undLucy und ich schickten uns an, länger als eine Meile Arm in Armmit einander fvrtzuspazieren, und zwar ohne daß eine dritte Personum den Weg gewesen wäre.

Unter andern Umständen als in denen wir Beide uns eben be-fanden, würde mich ein solcher Fall zum glücklichsten Menschen aufErden gemacht haben; so aber, in der Lage, worein ich mich ver-setzt sah, stimmte sie mich schweigsam und unbehaglich.

Nicht so mit Lucy; immer natürlich und die Wahrheit unverrücktim Auge behaltend, nahm das theure Mädchen meinen Arm, ohnedie geringste Verlegenheit, und ließ kein Zeichen von Ungeduld oderUnsicherheit blicken. Sie war traurig, aber voll edlen Vertrauensin ihre eigene Aufrichtigkeit und ihre Beweggründe.