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sie volljährig ist und sie braucht beinahe noch zwei Jahre, bis sieselbständig wird."
Ich gab keine Antwort, denn ich fühlte, wie leicht dies wahrscyn konnte. Lucy war kein Mädchen, das viele Bethcurungenmachte: sie konnte recht gut einen Entschluß der Art als Geheimnißin ihrer Brust verschließen, bis er zur Ausführung reif war.
Zwischen Mr. Hardinge und mir wurde nie wieder ein Wortüber den Gegenstand unseres nenlichen Gespräches verhandelt; dochkonnte ich bemerken, daß mein Geständniß ihn traurig gestimmthatte und daß er mich von nun an mit weit mehr Zärtlichkeit be-handelte, als er sonst gewohnt war. Ein oder zwei Mal im Laufder nächsten paar Tage hörte ich ihn in seinen Selbstgesprächen —dieser Gewohnheit war er nämlich sehr ergeben — die Worte mur-meln: „Wie Schade!" — „Ach wie mir das leid thut!" — „Ichmöchte ihn lieber zum Sohn als jeden andern Mann auf derWelt!" und andere ähnliche Ausdrücke. Diese unwillkührlichen Ent-hüllungen waren natürlich nicht dazu gemacht, meine Anhäng-keit für meinen früheren Vormund zu beeinträchtigen.
Gegen Mittag langte die Gracc und Lucy wieder an; Nebmeldete, daß 0>. Bard nicht zu Hause sey; er habe aber seinenBrief zurückgelaffen; derselbe würde sobald als möglich abgeliefertwerden. Er sagte mir noch weiter, es wehe auf dem Flusse einsehr günstiger Wind, so daß der Wallingsord die Stadt noch heuteerreichen müsse.
An diesem Tage ereignete sich nichts weiter, was einige Be-achtung verdiente. Ich brachte den Nachmittag mit Grace in ihremStübchen zu und wir sprachen viel von der Vergangenheit, beson-ders von unser» Eltern, ohne irgend weiter auf ihre Lage anzuspielen,als indem ich sie von meinen seitherigen Schritten in Kenntniß setzte.
Es schien mir, als ob sie nicht ungerne erführe, daß ich nachLucy geschickt hatte, da ich nunmehr bei ihr war und ihre Krankheitsich ohnedieß nicht länger verbergen ließ. AIS ich der Aerzte Erwäh-