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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
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also zu einer Zeit, wo er von der Beschaffenheit ihres Testa-mentes nicht wohl eine Ahnung haben konnte, um Miß Hardingebemühte."

So ist'S recht, MileS; Deine Bemerkung ist vollkommen ge-recht und in der Ordnung, Dir freilich, der Du Luch von Kindheitan kennst und sie so ziemlich mit Ruprechts Augen betrachtest, mageS nicht so ganz natürlich scheinen, daß ei» junger Mann umihrer selbst willen eine warme, tiefe Neigung für sie empfindensolle daran ist Dein brüderliches Gefühl Schuld; aber ich kannDich versichern, Luch ist ein eben so reizendes als wie wir allewissen höchst vortreffliches Mädchen."

Wem sagt Ihr das, Sir? Ich kann Euch versichern, ichbegreife nichts besser, als wie leicht eS einem Manne werden muß,Eure Tochter zu lieben. Mit Grace, gestehe ich, ist'S ein andererFall, denn wahrlich, sie ist mir immer zu heilig, zu sehr wie einEigcuthum des Himmels vorgckommen, als daß sie de» Leidenschaf-ten der Erde unterworfen sehn könnte."

Das ist'S ja, was ich Dir eben gesagt habe und wir müssenuns deßhalb bestreben, Grace'S Hang zu überwinden und wennich mich so ausdrücken darf zu humanisiren. Bom religiösenStandpunkte betrachtet gibt es nichts Gefährlicheres für eine ge-sunde Seelenstimmung, MileS, als Aufregung: sie ist weder Glau-ben, noch Liebe, weder Hoffnung, noch Demuth, oder irgend eineder gebotenen Tugenden nein, sie ist Krankheit; nicht die Fruchtunserer Reue^ nicht die Hülfe des heiligen Geistes, sondern phy-sische Einwirkung bringen unsere angeborenen Schwächen in einefalsche Richtung. Wir lesen nirgends von den Aposteln, daß Auf-regung oder Heulen und Zähnklappcrn unter ihnen gewesen wäre."

Wie konnte ich nur den guten alten Mann über meiner SchwesterKrankheit aufklären? Daß Grace mit ihrer harmonisch gestimmtenSeele das Opfer religiöser Schwärmerei geworden sey» sollte, konnte ichkeinen Augenblick glauben; daß aber ihr Hcrz gebrochen, ihre Ge-