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fühle vertrocknet, ihre Hoffnungen getäuscht waren — und Allesdurch Nuprecht'S Leichtsinn und Eigennutz, durch seine weltliche Ge-sinnung und Eitelkeit — das mußte ich vorhersehen und war daraufgefaßt, eS von ihr zu erfahren. Allein dies waren Thatsachen, dieich dem Vater des Verbrechers nicht mitiheilen konnte!
Ich gab keine Antwort, sondern suchte die Unterhaltung aufdas Gut und diejenigen Interessen zu lenken, für welche ich eineTheilnahme vorgeben konnte, von der ich in jenem Augenblickehimmelweit entfernt war. Dies veranlaßte den Geistlichen, sichnach dem Ergebniß meiner letzten Reise zu erkundigen, und setztemich in den Stand, hinlängliche Stärke zu sammeln, um Gracewenigstens mit einem Anscheine von Festigkeit zu begegnen.
Sobald Mr. Hardinge das Haus vor Augen bekam, gab erein vorher ausgemachtes Zeichen, um die Bewohner von meinerAnkunst zu benachrichtigen, und schon auf eine halbe Meile vonder Wohnung konnten wir wahrnehmen, daß diese Kunde eine allge-meine Bewegung hervorgerufen hatte. Sämmtliche Schwarze kamenu»S bis auf den kleinen Rasen entgegen — so hatten nämlich dieMädchen, seit sie zu Jungfrauen hcrangcwachsen waren, den altenHofraum umgetauft — und ich mußte ihnen Allen, vom Ersten biszum Letzten, die Hände schütteln. Dabei hörte man von allenSeiten das herzlichste Gelächter, wodurch die Neger zu jener Zeitfast immer ihre Freude verriethen. Da hieß cs: „Willkommen inder Heimath, Master Mile!" — „Wo Neb komme» hin diesmal,Master Mile?" wurde mehr als einmal gefragt, und groß war dieFreude, als ich seinem Stamm und Geschlechte erzählte, daß dertreue Bursche mit dem Karren, auf dem er mein Gepäck führte,heranfkommen würde.
Aber Grace harrte meiner: ich brach mir Bahn durch denHaufen und trat ins Haus. An der Thüre begegnete mir Chloe,ein Mädchen ungefähr im Alter meiner Schwester und eine ArtHalbblutbase meines Neb, welche in den letzten Jahren so zu sagen