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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
610
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was ich bei diesen verschiedenen Veranlassungen in meinem eigenenHerzen gefühlt was ich ebenso bei Lucy vvransgesetzt hatte. Wares möglich, daß ich mich selbst so sehr getäuscht hätte daß das In-teresse, welches das theure Mädchen unläugbar für mich bewiesen,weiter nichts gewesen wäre, als der Erguß ihres von Natur warmenund aufrichtigen Herzens ihres starken Hangs zur Offenherzig-keit die Folge der Gewohnheit, wie Ruprecht in Beziehungaus unser Verhältniß so fein angedeutet hatte?

Dann konnte ich mir auch die bittere Thatsache nicht verheh-len, daß ich jetzt in den Augen der Welt nicht mehr als einegleiche Parthie für Luey gelten durfte. So lange sie arm undich vergleichungSwcise reich war, hätte man die Ungleichheit in un-serer gesellschaftlichen Stellung übersehen können; ste bestand zwarallerdings, doch nicht in so auffallendem Grade, daß man ste sogarin jener Zeit nicht leicht hätte übersehen können. Allein jetzt warLucy eine Erbin geworden und hatte mehr als das Doppelte meineseigenen Vermögens ja sie hatte ein Vermögen, währendich mich nach der Schätzungsweise der höheren Klaffen wohl kaumin sorgenfreien Umständen befand.

Zn der That, der ganze Stand der Dinge schien sich umge-kehrt zu haben. ES war klar, daß ein Seemann wie ich, der außereiner erträglichen Erziehung keine besonderen Vortheile anfzuwcisenhatte und nothgedrungen so häufig abwesend war nicht dieselbeAussicht auf glückliche Bewerbung besaß wie die Müßiggänger inder Stadt; ein angeblicher Advokat z. B., der ein paar Stundennach dem Frühstück auf seinem Bürcau einsprach und die übrigeZeit bis zum Mittagessen auf Broadway Hern,»spazierte; oder einganz unabhängiger Mann, wie Andrew Drcwett, der zu der Sladt-bibliothekclique gehörte und nichts weiter mit Geschäften zu lhunhatte, als seine Renten einziehcn und seine Dividenden sich auS-zahlen zu lassen.

Je länger ich nachdachte, desto mehr fühlte ich mich gedcmüe