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freundliche Lächeln, mit dem sie, wie ich wußte, noch Niemand ab-sichtlich getäuscht hatte.
Der Vordersitz der Loge hatte noch zwei freie Plätze: die Bankfaßte sechs Personen und war bis jetzt nur von vieren besetzt. Nochimmer mehrte sich aber die Zahl der Zuschauer und im nächstenAugenblick deutete eine Bewegung in Lucy'S Loge auf die Ankunftneuer Gäste. Die ganze Gesellschaft rückte ein wenig, und AndrewDrewett führte eine ältliche Dame — seine Mutter, wie ich spätererfuhr — in die Loge und nahm den sechsten Platz für sich selbst.
Ich beobachtete die Begrüßungen, welche auSgctauscht wurdenund bemerkte, daß man die Neuangekommenen erwartet hatte: diePlätze waren für sie aufbewahrt worden und die alte MrS. Drewettmachte ohne Zweifel die Ehrendame, obwohl die beiden Mädchen,das eine vom Bruder, das andere vom Vater begleitet, keinen An-stand genommen hatten, der älteren Dame vorauözugehen. Siewaren von verschiedenen Stadtthcilen gekommen und hatten ausge-macht, sich im Theater zu treffen.
Die alte MrS. Drewett ließ sich'S besonders angelegen sehn,Lucy die Hand zu schütteln: der Jammer blieb mir aber erspart,auch den Sohn dieselbe Ceremonie durchmachen zu sehen; dochwaren seine Komplimente immer noch bezeichnend genug und wäh-rend des Plätzerückens wußte er es so einzurichten, daß er nebenLucy zu sitzen kam und seine Mutter der Unterhaltung des Majorsüberließ. — Dies Alles war ganz natürlich und ließ sich nichtanders erwarten: gleichwohl fühlte ich bei diesem Anblick ein nichtzu beschreibendes Unbehagen.
Ich saß fast eine halbe Stunde in gänzlicher Unachtsamkeitauf daS Stück und dachte bloS an meine jetzige Stellung Lucygegenüber. Ich rief mir die Tage der Kindheit und unserer frü-heren Jugendzeit zurück; die Nacht meiner ersten Abreise aus derHeimath; meine Rückkehr und die Ereignisse, welche meinen zweitenAbschied begleiteten; die Geschichte mit dem Armband und Alles,MileS Walllngford. 39