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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
611
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ihigt und desto ungünstiger erschienen mir meine Aussichten, so daßich endlich beschloß, das Theater sogleich zu verlassen. Der Leserwird sich erinnern, daß ich nicht zu New-Vork geboren und erzogenwar und einer Gesellschaftsklasse angehörte, wo nur die wenigstenEingebornen nach dem Grundsätze handelten, daßnichts zu hochseh, wonach man nicht streben, nichts zu nieder, was man nichtthun dürfe." Ich gestand mir ein, daß gar Manche mir überlegenwaren und wollte den Thatsachen und Ansichten der Welt wieich sie kannte mich fügen.

Im Foyer des Hauses überfiel mich eine ungeheure Bangig-keit bei dem Gedanken, daß ich das Theater verlassen sollte, ohnewenigstens einen Blick auf Lucy'S Antlitz gerichtet zu haben. Ichwar allerdings in kleinmüthiger Stimmung, allein z» gänzlicherSelbsiverläugnunz brauchte sie mich nicht nothwendig zu führen.Ich beschloß deßhalb, mit meinem Logenbillet ins Parterre zu geheneinen langen, langen Blick auf das treuherzige Antlitz deS thenrcnMädchens zu heften und diesen Eindruck als dauernde Erinnerungan ein Wesen mit zu nehmen, das ich so innig liebte und, wie ichüberzeugt war, auch ewig lieben würde. Nach diesem letzten Ge-nüsse wollte ich sic sorgfältig vermeiden, um meine Gedanken soviel wie möglich aus der Sklaverei zu erlösen, in welcher sic seitder Zeit, da ich Mrs. Bradfort'S Tod erfahren, geschmachtethatten.

Vor jener Zeit hatte ich leider etwas zu viel auf meine wohl-habenden Umstände und Lucy'S vergleichungsweise Armuth gerechnet.Nicht daß ich jemals gedacht hätte, sie könnte auf Geld sehendas, wußte ich, wäre ganz, ja im höchsten Grade falsch gewesen sondern weil die gute Manhattanstadt sogar im Jahre 1803tant suit pon auf Dollars erpicht war und Luey's Reize in ihrerbescheidenen Stellung als arme LandpfarrerStochter wohl schwerlichso viele Bewerber herbciziehcn mochten, als jetzt, umgeben von demgoldenen Nahmen, welchen MrS. Bradfort'S testamentarische Ver-