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derbarflen Einfälle, auf die man in seinem späteren Leben nur mitVerwunderung znrückblicken kann. — Welchen Weg' hast D»denn vor Dir?" — Damit legte er seinen Arm in den meinen —„wenn aufwärts, so will ich ein Stückchen mit Dir gehen. Zu dieserJahreszeit ist zwar kaum eine Seele in der Stadt, doch wirst Duimmerhin auf Broadway gerade um diese Stunde wunderbar hübscheMädchen finden; solche, die in die anderen Gesellschaften gehören,weißt Du, d. h. zu Familien, die jetzt, während der Saison, nichtauss Land gehen können. Ja, wie gesagt, man kennt sich kaumselbst wieder nach dem zwanzigsten Jahre: ich kann mich jetzt nurmit Mühe eines Geschmacks, einer Vorliebe aus meinen Zchnerjahrenerinnern, die nicht in die Winde entflohen wären. Nichts ist blei-bend im Knabenalter: wir wachsen an Gestalt, wie im Geiste, inunseren Gefühlen, Neigungen, Ausfichten, Hoffnungen, Wünschenund im Ehrgeiz — Alles nimmt eine neue Richtung."
„Das ist nicht sehr schmeichelhaft für mich, Ruprecht, da meineBekanntschaft mit Dir eigentlich ganz aus unseren Knabenjahrenherstammt."
„O, das mein' ich natürlich nicht. Die Gewohnheit hält insolchen Dingen Alles aufrecht, und ich darf wohl sagen, ich werdejederzeit ebenso anhänglich an Dich seyn, wie ich'S in meiner Kind-heit gewesen bin. Gleichwohl lanfen unsere Lebensbahnen nunmehrauseinander und wir können nicht für immer Knaben bleiben."
„Du hast mir von den Andern noch gar nichts erzählt," ver-setzte ich; die Sehnsucht, von den Mädchen zu hören, hemmte mirbeinahe den Athen,, und doch hegte ich eine unerklärliche Scheu,geradezu nach ihnen zu fragen. Ich fürchtete, glaub' ich, dieKunde zu erhalten, daß Lucy verheirathet sey. „Wo ist dennGrace und wie gcht'S ihr?"
„O, Grace! — ja ich vergaß zu meiner Schande wahrlich,daß Du Dich, sehr natürlich, gerne »ach ihr erkundigen möchtest.Nun, »rein theurer Kapitän, ich will so freimülhig gegen Dich seyn.