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Welch' eine Veränderung war vorgegange»! Die Hardinge'S,welche ich als arm, ja beinahe abhängig von unserer Familie ge-kannt hatte, waren plötzlich reich geworden. Ich wußte, daß MrS.Bradwrt recht gut ihre Sechstausend jährlich — daß sie überdem nochihre Wohnung besaß, die in der Wallstreet, also in einem Theiledes HandelsemvoriumS lag, welcher eben erst ansing, der Brenn-punkt der Banken und aller andern Geldgeschäfte zu werden — unddadurch allein schon ein weiteres Vermögen abzuwerfen versprach.
Zwar hielt der alte Daniel M'Cormick seine Levers noch immerin seinem ehrwürdigen Stoop, wo alle die schweren Männer derStadt sich zu versammeln, wo sie zu scherzen, zu kaufen und ver-kaufen und über Boncy zu schimpfen pflegten; die Winthrop'S, dieWilkes', die Zanncey'S, die Verplanck'S, die White's, die Lndlow'Sund andere angesehene Familien hatten damals ihre Stadtwohnnngennoch alle in dieser wohlbekannten Straße; aber die kommendenEreignisse fingen bereits an, „ihre Schalten vor sich her zu wer-fen" und eS war leicht vorauszusehen, daß bei dem raschen Auf-blühen von Stadt und Land, diese Wohnung allein schon RuprechtsEinkommen zum Wenigsten verdoppeln mußte. Doch Lucy warimmer noch arm und nur Ruprecht war jetzt reich.
Wenn Familienverbindungen — dieser allmächtige, zauberischeEinfluß — eine so breite Kluft zwischen uns eröffnen konnten, schonso lange ich vergleichungSweise wohlhabend, Luch dagegen dürftigwar, was hatte ich wohl zu erwarten — wenn ich das Gemäldevon seiner schlimmsten Seite betrachtete — falls auch noch die gol-dene Schaale auf ihrer Seite überwog? Daß Andrew Drewett siedoch noch heirathen würde — das begann ich jetzt aufs Neue zufürchten. Und warum auch nicht? Ich hatte dem süßen Mädchenniemals ein Wort von Liebe gesagt, so tief und glühend ich ihrauch ergeben war, und welchen Grund hatte ich anzunehmen, daßsie in ihrer Lage eine Neigung für einen fahrenden Seemann auf-bewahren würde? Zu meinem Leidwesen muß ich eS gestehen —ichMileS Wallingford. 33