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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
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man cs mit einiger Nichtigkeit zu beurtheilen vermochte. Ich hieltcS für eine» englische» Westindienfahrcr, der mit den Produkte»jener Inseln schwer beladen seyn mochte. Auf letzteren Umstandwollte ich daraus schließen, daß sein Rumpf manchmal ganz in dieSalzflulh unterzutauchcn schien und dann wieder sein Kupfer inder Sonne glitzern ließ, so glatt und spiegelblank wie ein Gesäß,das von einer sorgsamen Hausfrau rein gehalten wird.

Die Dämmerung flog jetzt nicht mehr, wie früher, da nunalle Leinwand dahin war, zog aber immer noch mit größerer Ge-schwindigkeit durch'S Wasser, als das vor uns segelnde Schiss.Gleichwohl dauerte es noch eine volle Stunde, bis die Fahrzeugeeinander ans Kabellänge nahe kamen, und jetzt konnten wir erstrecht in der Nähe beobachten, wie die Elemente in ihrer grimmigenLaune mit solchen Holz- und Eiseumassen als unsere Schiffe sindzu spielen pflegen.

Es gab Augenblicke, wo ich den Kiel des Fremden fast biszur Hälfte zu sihen glaubte, wenn er ans dem Kamm einer Wogeheranfstieg, als ob er aus dem Wasser emporfliegen wollte; dannsank er wieder ln den blaue» Abgrund, und von den Marsen abwärtswar nichts mehr von ihn, zu gewahren. Wenn beide Schissezusammen versanken, so blieb auch keine Spur von unserem Nach-bar mehr sichtbar, so nahe er auch stehen mochte.

Als wir nach einer dieser Fahrten in dis Thalschlnchtcn desOceanes wieder in die Höhe herauskamen, sahen wir zu unseremSchrecken das englische Schiff nur noch nur fünfzig Faden vonuns entfernt dwarSab von unserem Kurs gerade auf uns loS-gieren. Dies war dieselbe Entfernung, in der ich an ihm hattevorübersahreu wollen, ohne im Traume daran zu denken, daß ichden Anderen so geradezu in meinem Wege finden würde.

Der Engländer mußte wohl die Absicht gehabt haben, unsetwas näher zu kommen, und war dann in jenes verzweifelte Gie-ren gerathen, das ihn so oft mit sich svrtriß. Aber da stand er