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vor, besonders in solchen, welche nicht den Ton einer Hauptstadtbesaßen. Lady Mary Wortley Montague und Horace Walpoleschrieben Klatschereien, nur waren diese mit Witz versetzt, wie diesan Orten wie Paris und London bei Skandalen in der Regel ge-troffen wird, wogegen die Fraubaserei, welche ich anzuhören ver-dammt blieb, nichts weiter war, als ein höchst unpassendes, gemeinesEinmischen in die Privatangelegenheiten aller derer, welche dieseSchwatzmäuler für wichtig genug zur Besprechung hielten.
Auch zu Clawbonny hatten wir unsere Klatschereien; sie warenaber harmlos, nur selten mit Entstellung der Wahrheit verbunden,und achteten gewöhnlich das Recht eines Jeden ans gewisse Ge-heimnisse, welche vor der Welt unverletzlich bleiben sollten. MeinePassagiere aber wußten nichts von solchen Regeln: gleich dem Re-dakteur einer gewissen Zeitschrift ans meiner Bekanntschaft, welchernicht anders thut, als ob er alle Dinge im Himmel und auf Erdenausdrücklich bloS deshalb geschaffen glaubte, um ihm zu Materialienfür seine Artikel zu dienen — schienen auch sie der Ansicht zu huldigen,ein Jeder ihrer Bekannten sey zu keinem andern Zwecke vorhanden,als um ihnen Nahrung für ihre Unterhaltung zu liefern. Ein soganz persönliches Spioniren mußte aber doch seinen besonderenGrund haben, und ich kam zuletzt hierüber zu folgendem Schluffe:
Ich hatte gehört, daß das Kirchcnregiment unter den Puri-tanern zu allen Einzelheiten des Lebens herabsteige, daß sie es zueinem Thcile ihrer religiösen Pstichten stempelten, einander gegenseitigzn bewachen, das Gedächtnis der Verbrecher aufzurütteln, und Gottdadurch zu dienen, daß sie das Laster aller Orten ausspioniren. Esist dies freilich eine furchtbare Versuchung, seinen Geist mit denSplittern der Nachbarschaft anzufüllen, und ein so vollgepfropftesGemüth wird — wie wir Seeleute sagen — seine Ladung ganzgewiß von sich geben.
Dann kommen noch äußere Staatöeinrichtungen, wie die nieendenden Wahlen und jene an das Wahlrecht geknüpfte Verpstich-