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wo bemerkt, daß die Manhatiancscn vergleichungswcise übertriebeneBegriffe von der landschaftlichen Schönheit ihres Hafens nährenund sich zuweilen sogar erkühnen, ihn neben den von Neapel zustellen, mit dessen Golf er ungefähr eben dieselbe Aehnlichkeit hat,wie ein holländischer Kanal mit einem in der vollen Freiheit undGrazie der Natur durch reiche Wiesen hinfließendcn Strome.Nichtsdestoweniger gibt cs gewisse Jahres - und Tageszeiten, wodie Bai von New-Vork ein Gemälde darbietct, daö jedes Pinselswürdig wäre.
Einer dieser glücklichen Momente war es nun auch, als dieDämmerung die Werste verließ, um ihre Reise nach Bordeaux an-zutrelen. Wir hatten kaum so viel Südwind, um unser Schiffdamit zu regieren und benützten die Morgenebbe, um bis zu denEngen mitten unter einer Flotte von etlichen vierzig Segeln hinab-zufahren, welche übrigens größtcntheils aus Küstenschiffcn bestand.Doch zählten wir immer noch unserer zwölf größere Fahrzeuge undBriggs, welche fast nach eben so viel verschiedenen Ländern be-stimmt waren.
Das schwache Lüftchen, welches wehte, schien kaum dis Waffcr-siäche zu berühren, und der breite Wellenspicgel der Bai war soruhig, wie ein Landsee an einem Sommermorgen. Ja, ja — esgibt Augenblicke, wo der New-Dorker Hafen Ansichten darbietet,wie der Künstler sie mit Begierde auffaffen würde; so bald aber dieNatur eines ihrer großartigeren Vorbilder auf diesem Flecke nach-znahmen trachtet, der sich nie viel über das Niveau kommerziellerVorzüge zu erheben scheint, so wird man finden, daß es ihrerZubehör an Erhabenheit, ja selbst an Schönheit gebricht.
Nie habe ich übrigens unsere heimischen Gewässer lieblicher gese-hen, als an diesem Morgen. Die Bewegungen unserer Schiffe gaben derScene gerade so viel Leben und Abwechslung, daß eine Einförmig-keit dadurch vermieden wurde, während das Fahrzeug schon zu weitvom Lande entfernt war, um einen diesem Orte eigenlhümlichen