„Nun gut, Neb; ich will Dir Deinen Wunsch gewähren. Diesist übrigens die letzte Reise, bei der Du mich um Rath zu fragenhast, denn sobald ich volljährig bin, werde ich Dir Dein BesreiungS-dokument ansstcllen."
„WaS sehn das?" fragte der Schwarze mit Blitzesschnelle.
„Ei nun, die Urkunde, die Dich zu Deinem eignen Herrn —zum freien Mann macht, Du weißt doch gewiß, was das ist? hastDu noch nie von freie» Neggern gehört?"
„O gewiß — schrecklich arme Teubbel sie sehn. Wenn Ihrfangen Neb eines Tags als freien Neger, geben Euch Erlaubniß,ihm davon zu sagen, Master Mile!"
Und hier folgte eine zweite Lache, die sich wie ein ganzer Chorvon Fröhlichen ausnahm.
„Das ist doch ziemlich außergewöhnlich, Neb! Ich glaubte,die Sklaven sehnten sich alle nach Freiheit, mein Junge."
„Vielleicht wohl, vielleicht wohl. Was Gutes er thun, MasterMile, wenn Herz und Leib wohl zufrieden so wie cs ist? Nun sagenmal, wie lange wohnen hier eine Wallingfordfamilie auf diesen näm-lichen Fleck?" Neb Pflegte nämlich in der Gehörweite der Hausgötterviel mehr im „Neggeridiome" zu sprechen, als er auf der See that.
„Wie lang? Ungefähr hundert Jahre, Neb — gerade hundertund sieben, glaub' ich — so wird's genau sehn."
„Und wie lange eine Clawbonnyfamilie zu gleicher Zeit, MasterMile?
„Auf Ehre, Neb, Dein Stammbaum ist etwas konfus und ichkann Deine Frage nicht ebenso pünktlich beantworten. — Wenigstensachtzig bis neunzig, sollt' ich meinen — vielleicht auch hundert.Laß mal sehen — du nanntest den allen Pompey Deinen Großvater— nicht wahr, Neb?"
„Gewiß — särr gut Großvater, ja, Master Mile. Ole Pumpein wundervoll Schwarz!"