Gleichwohl war die klebereinstimmnng der Ansichten bei demGeistlichen und dem Major das sicherste Mittel, ein festes Freund-schaftsband zwischen ihnen zu knüpfen. Ich sah, daß sie sich gutzusammen verstanden, und ließ nun den Dingen ihren Lauf. UmEmilien bekümmerte ich mich sehr wenig, höchstens so weit siemit Ruprecht und dieser mit meiner Schwester Glück in Verbin-dung stand. Was diesen Letzteren selbst betraf, so konnte ich micheines Menschen, den ich als Knabe so sehr geliebt hatte und dernoch überdies des seltenen Vorzugs genoß, daß er Lucp's Bruderund Mr. Hardinge'S Sohn war — nicht völlig entwöhnen. „Sid-ney'S Schwester, Pembroke's Mutter" gab ihm in meinen Augeneinen Werth, wie er ihn um seiner selbst willen schon längst beimir eingebüßt hatte.
„Du siehst, Neb," bemerkte ich gegen Ende der Woche, als ichmit dem Schwarzen von der Mühle heraufspazierte, „Mr. Ruprechthat ganz und gar vergessen, daß er jemals den Namen eines Schiffs-taues wußte. Seine Hände sind so weiß, wie die einer jungen Dame!"
„Das gar nit kümmern, Master Mile. Master Ruprecht auchnie fühlen die Freude, daß er Schiffbruch gemacht oder Gefangenerdes Jnschön gewesen! Golly! Kein Gentleum* seyn zu beneiden,wenn er das nit haben genossen!"
„Du hast einen sonderbaren Geschmack, Neb; nach Allem, wasich vermuthe, erwartest Du heute Abend mit mir auf dem Walling-ford nach der Stadt zurückzukehren, um ans der MorgendämmerunganSznlaufen?"
„Gewiß, Master Mile. Ihr doch nit denken, zur See zugehen und Negger zu Hans lassen?"
Hier brach Neb in ein so schallendes Gelächter ans, daß manihn auf hundert Ruthen hätte hören können; er schien den Ge-danken. den er geäußert hatte, für so verkehrt zu halten, daß erwohl nichts als dies Gelächter verdiene.
» So spricht Nkb sein Gentleman.
D. U.