Druckschrift 
18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
503
Einzelbild herunterladen
 

Ich hoffe von Herzen, theuerster Sir, daß Ihr nichts der Artthun werdet," rief ich, nicht wenig beunruhigt.

Aha! so verräth sich die Schuld das eigene Gewissen,sollt' ich sagen, denn was für Schuld wäre an einer tngendsainenLiebe? und glaub' wir nur, die beiden Mädchen sollen Allesvon mir erfahren. Lucy und ich sprechen oft über Deine Angelegen-heiten, denn sie liebt Dich, MileS, so gut wie Deine Schwester. Aha,mein hübscher Junge, du erröthest ja trotz einem sechzehnjährigenMädchen! Du brauchst Dich aber gar nicht zu schämen, Du hastwahrhaftig gar keinen Grund zu erröthen."

Ei, Sir, lassen wir das Erröthen bei Seite wie soll nurein Schiffsherr erröthen! - lassen wir es also bei Seite, Sir;aber sagt mir nur ums Himmels willen, was habt Ihr Luch nochweiter gesagt?"

Was weiter? Ja so nun ich erzählte ihr, wie Du mitMiß Merton so z» sagen ganz allein auf einer wüsten Insel gewe-sen, wie ihr zur Sec neun Monden lang fast in derselben Kajütezusammen gelebt und wie wunderbar ja wirklich wunderbar eSzugehen müßte, wenn zwei so hübsch- junge Leutchen nicht eineAnhänglichkeit für einander fühlten. Das Land mag allerdingseinigen Unterschied machen"

Und die Stellung, Sir? Was glaubt Ihr wohl, daß derStandes-Unterschied für einen Einfluß ausübcn würde?"

Standcsunterschied! Gott steh' mir bei, Miles; welcherUnterschied ist denn in Deiner und in Miß Meeton'S Stellung, daßer ein Hinderniß für eure Bereinigung bildete?"

O, Ihr kennt ihn so gut, wie ich selbst, Sir. Sie ist die Toch-ter eines Offiziers in der brittischen Armee und ich bin Herr eine«Schiffes da werdet Ihr doch vermuthlich zugeben. Mr. Hardinge,daß zwischen uns Beiden so etwa« wee ein Standesunterschiedobwaltet?"

Ohne allen Zweifel. Es ist höchst nützlich, sich daran zu