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Wallingford zu Clawbonny sehen werde. Sie ist dann die dritte;denn ich kann mich noch recht gut Deiner Großmutter erinnern."
„Könnt Ihr mir eine paffende Person anempfehlen, Sir, welchejenen Ehrenplatz geziemend aussüllen dürfte?" bemerkte ich, vormich hinlächelnd und ausnehmend begierig, welche Antwort erfol-gen würde.
„Nun was hältst Du von dieser Miß Merton, Knabe? Sieist hübsch und das gefällt jungen Leuten; verständig und das gefälltden älteren; wohlerzogen — das wird ihr bleiben, wenn auch dieSchönheit dahin ist; so weit ich'S beurtheilen kann, ist sie auchliebenswürdig, und das ist einem Weibe so nöthig wie die Treue.Heirathe mir nur keine Frau, Mile«, die nicht liebens-würdig ist!"
„Darf ich vielleicht fragen, Sir, was ihr liebenswürdignennt? Ist diese Frage beantwortet, so möchte ich noch weitergehen und mich erkundigen, wen ihr als liebenswürdig bezeichnet."
„O, sehr augenfällige Unterscheidungen, welche auch — dieerstere wenigstens — zu klaren Antworten berechtigt sind. Nichtden Leichtsinn nenne ich Liebenswürdigkeit, noch auch die Fröhlich-keit als bloße Naturgabe — im G-gentheil, von den anscheinendleichtherzigsten Frauen, welche ich kannte, waren einige nichts wenigerals liebenswürdig. Dazu gehört vor Allem eine ungewöhnlicheSelbstverläugnung; eine Frau muß mehr für Andere als für sichselber leben, oder vielmehr, sie muß nur in dem Glücke derer, die sieliebt, ihr eigenes Glück finden, um für ei» wahrhaft liebenswürdigesWeib zu gelten. Herz und Charakter bilden die Grundlage derLiebenswürdigkeit; Temperament und Stimmung tragen aber ohneZweifel auch das Ihrige dazu bei. WaS Deine Frage über das Werbetrifft — Deine eigene Schwester, Grace, ist ein wahrhaft lieben«-wertheS Mädchen. Ich habe sie in meinem ganzen Leben nochnie etwas thun sehen, was eines Andern Gefühle hätte verletzenkönnen."