Druckschrift 
18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
446
Einzelbild herunterladen
 

So hatten wir sie in etwa fünf Minnten vom Halse und als sichder Ranch zu erheben begann, konnten wir bald übersehen, was wirin diesem kurzen Zeiträume angerichtet hatten, wobei wir aberfortwährend abhielten, um die Entfernung noch zu vergrößern, sodaß wir ziemlich rasch durch das Wasser zogen.

Bei der Verwirrung, welche unter den Seeräubern herrschte,waren die Schurken tüchtig gepfeffert worden. Einer war förmlichgesunken; ihrer fünf bis sechs umgaben die Stelle und suchten dieMannschaft zu retten. Drei andere halten an den Spieren Schadengelitten und ihre Bewegungen bewiesen, daß alle genug hatten.

Sobald ich hievon überzeugt war, halte ich mein Schiff wiederin seinen Kurs, und wir entfernten uns immer mehr von demHaufen der Boote, welche die Stelle umringten, wo ihr Gefährteuntergesunken war. Die windwärts segelnden Bursche schienen abernoch keineswegs geneigt, die Jagd aufzugeben, sondern verfolg-ten uns noch zwei Stunden lang, bis der Nest ihrer Flotilleunter dem Horizonte war. Da ich jetzt Raum genug vor mir zuhaben glaubte, so wendete ich mich gegen das hartnäckige Gesindel,worauf sie aber gleich Kreiseln herumdrehten und scharf gegen denWind halten. Nun vierten wir zum letzten Mal und die Verfol-gung hatte ein Ende.

Der Kapitän eines Pfefferschiffs erzählte mir später, unsereFeinde hätten sieben und vierzig Mann verloren, von denen dieMeisten ans dem Platze blieben und an ihren Wunden starben;man habe ihm gesagt, die Krisis seh von dem nämlichen Offizierbefehligt worden, der auf demJohn" in seiner damaligenAffaire fast auf demselben Punkte kommandirt hatte.

Bei uns war einiges Tanwerk darauf gegangen, mehrereunserer Spieren waren leicht beschädigt und zwei Mann verwun-det, worunter sich auch Neb befand. Der am schwersten Getrof-fene starb, noch ehe wir das Cap erreichten mehr aus Mangelan ärztlicher Hülfe, als wegen der Gefährlichkeit seiner Wunde.