431
hatten, wurden über die Sache befragt; aber Keiner hatte aufdem Langboot eine Bewegung gesehen oder gehört. So gabich Mr. Talcott den Befehl, seinen Dienst fortzusetzen, währendich selbst auf den Mars stieg, um in die See hinauszuschauen.
Bald stand ich auf den großen MarSkreuzhölzern, von wo ichdie ganze Insel, mit Ausnahme weniger Winkclchen, übersehenkonnte und die See bis zum Riffe und noch eine weite Strecke darüberhinaus im Auge halte. — Nirgends war etwas von dem Booteoder von Marble wahrzunehmen: es schien kaum möglich, daß er sichhinter dem Wrack verborgen hatte, und ich sah auch nicht ein,wie er dies hätte thnn können, wenn er nicht etwa die Vorsichtgebraucht und die Bootsmasten gekappt hätte.
Mittlerweile war unser letzter Anker gelichtet und das Schiffvöllig grundklar; die Marssegel waren schon, ehe ich hinaussiieg,aufgchißt worden und Alles stand nun zum Füllen bereit. Ich warzu gespannt, ui» aufs Deck hinabzugehen; auch bot mir meine er-höhte Stellung das beste Nüttel, mich von dem Vorhandensein vonRiffen zu überzeugen, und ich beschloß deßhalb, auf meinem bis-herigen Posten zu bleiben und das Schiff in eigener Person durchdie Marsöffnungcn zu kommandiren. So gab ich also den Befehl,den Klüver cinzusetzen, die Vorraacn herumznschweien und denBrodwinner auszustecken.
In einer Minute war die Krisis in Bewegung und schwammin stetem Laufe gegen den Einlaß. Die Lagune war nicht ganzohne Gefahr, da die Korallenriffe an manchen Stellen fast bis zurOberfläche des WafferS heraufreichtcn, und ich mußte deshalb alleAufmerksamkeit auf mein Lootsenamt richten, bis wir in die äußereBai gelangten, wo diese eigenthümliche Gefahr zum großen Theileverschwand.
Nun erst konnte ich mich wieder frei Umsehen — aber auchjetzt, nachdem wir unsere Stellung gegen das Wrack so weit ge-ändert hatten, daß wir cS von der andern Seite übersehen konnten,