mehr als' umschloß, eine» Fraucnnacken also höchst zierlich ein-fassen mußte.
AIS ich diesen hübschen Schmuck, nach welchem sogar eineFran von Rang hätte gelüsten können, zum Vorschein brachte, suchteEmilie keineswegs ihre Bewunderung zu verbergen. Unbekannt mitden höheren Cirkel» in ihrem eigenen Lande, halte sie noch nie einso kostbares Halsband gesehen und hielt es sogar für Werth, eineKönigin zu schmücken. In der Regel besitzen diese zwar weit werth-vollere Perlen als die meinen und doch halten sie vermuthlich auchsolche nicht zu tragen verschmäht. Major Merton besah sich dasHalsband genau und ich konnte an seiner Miene bemerken, wie höchstfreudig er überrascht war.
Im Ganzen ließe sich, glaub' ich, die Frage anfwcrfen, obwohl andere Nationen bei denselben Mitteln der gleichen physischenVorlheite wie eben die Amerikaner genießen. Ich svreche hier mehrvon ihren LandeSgebräuchcn als von den Hülfsquellen zum Lebens-genüsse, bin aber der Meinung —- und ich habe mir ein gut Theilder Wett mit eigenen Augen angesehen — daß dem Amerikaner vonmäßigem Vermögen weit mehr physische Genüsse zu Gebot stehen,als jedem Andern. Dieß ist nun zwar im Ganzen wahr: allein eSgibt auch wieder gewisse Feinheiten, an denen cS ihm gänzlich gebricht.So mißlingt ihm die bloS äußerliche Schaustellung sehr häufig undwas Comfort in Verbindung mit geziemender Repräsentation betrifft,so ist vielleicht in dieser Hinsicht im ganzen Lande nicht eine einzigewohlgeordnete Haushaltung zu treffen. Der Hauptmangel, wenn esüberhaupt ein Mangel ist — zeigt sich fast ausschließlich in demNichtgcbrauche kostbarer Steine, Juwelen und sonstiger werthvvllererMetalle überhaupt. Die Unbekanntschaft mit dem Preise kostbarenGesteins ist so groß, daß weit über die Hälfte derer, welche mehroder weniger Vermögen besitzen, die gewöhnlicheren Sorten nichteinmal dem Namen nach kennen. Ich zweifle sogar bis auf denheutigen Tag, ob ein in Amerika erzogener junger Mensch, und hätte