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Vater anheim, der lange Zeit gedient hatte und mit der allgemeinenBehandlung solcher Leibschäden vertraut war: dagegen erzeigte siemir so manche jener zarten, verführerischen Aufmerksamkeiten, welchenur ihr Geschlecht mit seinem feinen Gefühl dem Manne in solchemMaaße erweisen kann. Nach Verstoß von vierzehn Tagen war meineWunde geheilt, wiewohl Emilie noch manche ErlcichterungSmittelanzuempfehlen und vielerlei Rathschläge zu erthcilen hatte, bis wiruns endlich beide schämten, der Sache noch länger zu erwähnen.
Unsere Fahrt erwies sich ganz so, wie sich'S in den PassatbreitendeS stillen Oeeans erwarten ließ. Das Schiff stand fast die ganzeZeit über unter Leescgeln und machte Tag für Tag seine hundertund zwanzig bis zweihundert Meilen. Die Steuermänner besorgtendie Wache und ich hatte fast nichts zu thun, als meine Zeit in derkühlen, luftigen Kajüte, mit der uns Le Comptc beschenkt hatte, inGesellschaft des Majors und seiner Tochter zu verplaudern, Emilienauf dem Piano zuzuhören, das von der Prise herübcrgcschafft undspäter vom Wracke gerettet worden war, oder ihr aus einem derzwei- bis dreihundert schon gebundenen und zartduslenden Büchervorzulesen, welche ihre Bibliothek bildeten.
Damals las man noch den Pope und Doung, den Milton undShakespeare und ähnliche Schriftsteller, zur Abwechslung noch MrS.Radcliffc, Miß Vnrney und vielleicht den Mönch von Lewis. Fiel-ding und Smollet waren zwar am rechten Orte ganz gut, dochwurde die Bibliothek einer jungen Dame nicht als solcher angesehen.Es gab da noch viele andere nützliche Bücher, und ehe die Reisezu Ende war, hatte ich, glaub' ich, Alles, was das Schiff enthielt,durchgclesen. Die Muße, welche das Sceleben auf einem ruhigen,wohlgeordneten Schiffe gewährt, läßt die vielfachsten Studien zu,und Bücher sollten deshalb bei der Ausstattung desjenigen Theils derSchiffScquipirung, der eS hauptsächlich mit dem Wohl der Offiziere,wie der Mannschaft zu thuu hat — einen stehenden Artikel bilden.
Einem jungen Menschen, der — gewiß nicht ganz ohne Grund