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— mit seinen bisherigen Erfolgen im Leben zufrieden scyn durfteund sich von der Langweile des SchisfsdiensteS in solcher Gesellschafterholen konnte, muhte natürlich die Zeit auf diese Weise höchstangenehm verstreichen. Ich kann nicht gerade sagen, daß ichverliebt war, obwohl ich oft an Emilien dachte, wenn sie auch nichtvor meinen Augen stand und in den ersten vierzehn Tagen nach derWiedereroberung des Schiffes sogar dreimal von ihr träumte.Was meiner Ansicht nach ziemlich auffallend war — ich ertapptemich häufig, wie ich — obwohl selbst kaum wissend, warum? —zwischen ihr und Lucy Vergleichungen anstellte. Das Ergebnißstellte sich meistens so: in Allem was Kunst, Unterweisung undManieren betraf, hatte Emilie entschieden den Vortheil — dochunser Mr. Hardinge hatte seine Tochter mit einem Borrathe gründ-licher, nutzbringender Kenntnisse auSgcstattet, wie Emilie ihn nicht be-saß und dann konnte ich mir auch nicht verhehlen, daß Lucy inihrem sittlichen Gefühle einen feineren Takt als jene bewies. Nurin rein conventionellen Vollkommenheiten, in dem, was sich mehrauf die Welt und deren Gebräuche, auf die Ausbildung weltlicher Nr-theile und Manieren bezog, war ihr Emilie sichtbar überlegen.
Hätte ich mich besser darauf verstanden, so würde ich gesehenhaben, daß Beide noch die Provinz verriethcn — denn Anno 180kwar England im Punkte bloßer Manieren nichts weiter als Provinz,wenn gleich in großartigerem Maaßstabe, als das heutige Amerika
— so wie daß jede von ihnen in den verfeinerten Cirkcln des euro-päischen Kontinents durch ihre Eigenlhümlichkeiten ausgefallen wäre.Gewiß hätte die Hälfte meiner eigenen Landsleute Lucy's natürlichemWesen vor Emiliens kunstgemäßcm Betragen den Vorzug gegeben:gleichwohl läßt sich nicht behaupten, daß selbst das weibliche Be-nehmen, so zart und mädchenhaft die Natur eS auch gestaltet habe,durch Beobachtung gewisser allgemeiner Regeln über rein cvnventionelleVerhältnisse nicht »och gewinnen könne. Im Ganzen wünschteich, Lucy hätte etwas von Emiliens Bildung und diese ein gut Theil