unser Augenmerk noch nicht in dem Maaße, wie dies den Umständengebührte, auf sich gezogen hatte.
Ich hatte gegen Markte geäußert, eS würde sich vielleicht in demAugenblicke, da die Aufmerksamkeit der Franzosen auf den Schoonergerichtet wäre, eine Gelegenheit zum Ueberfallcn der Feinde erge-ben ; allein Monsieur Ls Compte hatte wohlweislich die volleHälfte seiner Mannschaft auf dem Schiffe gelassen, so daß nichtmehr an einen solchen Versuch zu denken war, da die Kanonender Krisis die ganze Insel bestrichen hätten.
Die große Geschicklichkeit, welche die französischen Arbeiterbeim Aufbau der I'otito I'uulino an den Tag gelegt hatten, machteihnen alle Ehre. Der Schooner war für seine Größe nicht nurei» sicheres, bequemes Fahrzeug, sondern — was für uns weitgrößeren Werth hatte — seine Umriffe waren der Art, daß er eintrefflicher Schnellsegler zu werden versprach. Später erfuhr ich,daß Kapitän Le Compte in eigener Person Grund- und Aufriß ent-worfen hatte, wie er denn nicht nur sehr viel Geschmack für dieSchiffsbaukunst, sondern auch ziemlich viel Erfahrung darin besaß.
Das Schiff, welches die MertonS nach Bombay bringen sollte,hatte das, für eine aus Thekaholz gebaute Fregatte und KriegS-schaluppe nöthize Kupfer geladen und dieses war vor dem Verbren-nen der Prise nebst anderen Artikeln auf die Panline gebrachtwürden. Monsieur Le Compte hatte diesen Umstand benützt, umseinen Schooner, der ohnehin schon so niedlich und geräumig wiemöglich war, auch noch ganz mit Kupfer zu belegen — ohne Zwei-fel, um seine Freunde zu Marseille durch den Beweis zu über-raschen, wieviel geschickte Seeleute, auch wenn sie auf einer Inseldes stillen Oeeans Schiffbruch gelitten, im Nothfalle zu leisten ver-mögen. Dann mochte er es auch ganz angenehm finden, nock-länger auf der Insel zu verweilen, frische Kokosnüsse mit köstlichenSchick kröten zu verspeisen und Emilie Merton den Hof zu machen.