300
»nd brachte das Schiff dicht auf den Wind — dies machte, daß dieIndianer, wie ich erwartete, gleich Blumen unter sengender Sonnen-hitze die Köpfe hängen ließen, da wir nunmehr eine Siebenknoten-brise hinter und eine scharfe Stürzsce vor uns hatten. Der alteSmudgc fühlte, daß seine Kräfte rasch dahinschwanden und kamnun mit dem letzten Aufgebote seiner Wuth auf mich zu, so daßich ihm nicht länger ausweichcn konnte und die dringende Nothwen-digkeit erkannte, zu seiner Beruhigung irgend ein Mittel aufznbietcn.2ch vertheilte die Wilden, so gut ich konnte, halte das große Segelauf, stellte das Schiff unter seine Stagsegel, so daß es weit besservierte, als ich für möglich gehalten hätte.
Als meine wilden Sieger sahen, daß wir wirklich in der Rich-tung des Landes hinsteuerten, war ihre Freude unbegränzt: ihrFührer zeigte sogar Lust, mich zu umarmen, welches Vergnügen ichmit der bestmöglichen Manier abzulehnen suchte. Wegen der Folgenhatte ich nichts zu fürchten, da wir zu weit in See waren, umnoch Besorgnisse vor den CanoeS haben zu müsse», und ihnen jeden-falls, wie ich recht gut wußte, ganz leicht auSwcichen konnten.
Sobald Smudge und seine Kumpane bemerkten, daß das Schiffdie gewünschte Richtung verfolgte, ließen sie bedeutend an Wachsam-keit nach; sie mochten wohl gewissermaßen die Gefahr vorüber glaubenund fingen nun an, ihren physischen Leiden mehr Gehör zu geben.Ich rief Neb an das Rad, lehnte mich selbst über den Hackbordund so gelang mir'S, ohne Smudgc zu beunruhigen, Marble an'SKajütenfenster zu locken. Ich sagte dem Ober-Steuermann, er sollealle seine Streitkräftc auf dem Vorkastell versammeln, da ich bemerkthatte, daß die Indianer jenen Theil des Schiffs vermieden wegender heftigen Stöße, die es dort versetzte, auch vielleicht weil sie unsereLeute alle hinten versammelt glaubten.
Sobalo mein Plan begriffen war, schleuderte ich nach vorn,schaute hinauf nach den Segeln und berührte da und dort ein Tau,wie Einer, der in gewöhnlicher Dienstverrichtung begriffen ist. Der