vor der vorderen Springlucke postirte Wilde war erbärmlich krankund entrichtete mit überströmenden Augen den Tribut, welchen derLandbewohner an die See schuldet. Die Lucke war sehr fest, undblos durch eine, mit einem Stück Eisen gesperrte Klampe geschlossen:ich brauchte bloS die Hand hinabzustrcckeu, das Eisen herauszunehmenund die Lucke anfzureißcn, als auch sogleich die Schiffsmannschaft— Marble voran — auf das Verdeck strömte.
Jetzt war kein Augenblick für Erläuterungen. Ich sah auf denersten Blick, daß Marble mit den Seinigen die Lage des Schiffsganz anders als ich selbst betrachtete. Ich war jetzt Stunden langmit den Wilden zusammen gewesen, hatte ihr theilwciseS Vertrauenerlangt und wußte, wie ihre endliche Rettung so ganz von mirabhing — was mich Alles einigermaßen geneigt machte, sie gleich-falls mit der Milbe zu behandeln, welche ich in eigener Person vonihnen erfahren zu haben glaubte. Marble dagegen und seine Mann-schaft hatten sich die ganze Zeit über, wie gefangene Löwen, vorWuth beinahe verzehrt — sie hatten sogar, wie ich später erfuhr, deneinmüthigen Beschluß gefaßt, sich lieber in die Luft zu sprengen, alsden Indianern dis Gewalt über das Schiff noch länger zu über-lassen. Dann war auch der arme Kapitän Williams bei denMatrosen sehr beliebt und sein Tod mußte noch gerächt werden!
Ich würde ein Wort zu Gunsten meiner Gegner gesagt haben,wenn ich nicht mit dem ersten Blick auf das flammende Gesicht desObersteuermanns wahrgenommen hätte, daß jeder Versuch umsonstsein müsse. Ich wandte mich deßhalb zu dem kranken Wilden, der alsSchildwache bei der vorderen Springlucke aufgestellt war, um dessenEinmischung zu verhindern. Er war mit den Pistolen bewaffnet,welche man mir abgenommen hatte, und zeigte nicht übel Lust, siezu gebrauchen: allein ich war zu rasch in meinen Bewegungen undfiel so zeitig über ihn her, daß er, der ohnehin mit den Waffennicht vertraut war, an deren Gebrauch gänzlich gehindert wurde.