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das Schiff in die offene See hinaussteuerte, da er von der Gewaltdes Steuers gar keinen Begriff hatte. Dieses arbeitete nämlichunter den Bügen und es ist leicht möglich, daß dieser Umstandihn hinter'S Licht führte, wie denn die kleineren Schiffe dazumalihr Ruder weit öfter ohne, als mit Hülfe des Rades handhabten.
Endlich wurde aber die Bewegung des Schiffes zu handgreif-lich, um noch längeren Aufschub zu gestatten; der Wilde nähertesich mir mit gezogenem Messer und mit einer Wuth, welche bewies,daß natürliche Zuneigung nicht der Grund seiner früheren Mäßigunggewesen war. Er schwang seine Waffe trotzig vor meinen Augen,drückte sie ein- oder zweimal mit höchst bezeichnender Gebärde gegenmeine Brust und bedeutete mir durch Zeichen, daß ich das Schiffumwenden und in den Hafen zurückführen sollte.
Ich glaubte schon, mein letztes Stündlciu habe geschlagen,deutete aber mit einer ziemlich natürlichen Bewegung nach den Spierenund gab meinem Sieger zu verstehen, daß dag Schiff nicht seinegewohnte Tackelage führe. Diesen Theil meiner Entschuldigungenmußte er, glaub' ich, verstanden haben, denn es war zu sonnen-klar, daß unsere Masten und Naacn sich nicht an ihrer üblichenStelle befanden, als daß selbst ein Wilder es übersehen konnte.Gleichwohl gewahrte Smudge verschiedene Segel, welche sestgebun-dcn waren und auf sic hinweisend brummte er seine Drohungen,falls ich mich weigern sollte, dieselben einzusetzen: den Brodwinnerinsbesondere, welchem er eben nahe stand, faßte er mit der Handund befahl mir, ihn unverzüglich los zu machen.
Ich brauche wohl kaum zu sagen, daß ich diesem Beseht mitheimlicher Freude gehorchte. Die Geitaue lösend, gab ich den Aus-heber einem Dutzend von den Wilsen in die Hand und zeigte ihnen,wie sie zu ziehen hätten — in einer Minute war das Segel ent-faltet und die Schooten etwas erleichtert. Dann führte ich einenHaufen auss Vorderdeck und ließ am Fock- und Hauptmast dieStagsegel einsetzen; dazu kam noch das Krcuzstagsegel — das