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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
271
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Ich übernahm die Aufsicht über die Decks nicht, ohne das^Eigenthümliche unserer Lage sehr lebhaft zu fühlen. Die Sicher-heit, welche überall am Borde herrschte, kam mir unnatürlich vor,und doch vermochte ich nirgends einen besonderen Grund für un-mittelbare Besorgnisse zu entdecken. Freilich konnte ich von den bei-den Wilden über Bord geworfen und ermordet werden, allein wassollte cS ihnen nützen, mich aus dem Wege zu räumen, da sie dochnicht hoffen durften, alle meine Kameraden am Bord »»entdecktvernichten zu können? Die Nacht war sternhell und wenig Aus-sicht vorhanden, daß sich ein Canoe, von mir ungesehen, dem Schiffenähern könnte ein Umstand, der an sich schon fast jede GefahrVon uns ferne hielt.

So verfloß mir die erste Viertelstunde im Nachsinncn über dieseDinge; dann aber sing ich an, da ich nachgerade durch die Längeder Zeit an meine Lage gewöhnt war, an derlei Sachen wenigerzu denken und zu anderen Gegenständen überzugehen.

Clawbonny, Grace, Lucy und Dir. Hardinge traten mir indiesem entfernten Theile des OceanS gar oft vor Augen; seltenverlebte ich eine ruhige Nachtwache, ohne die Schauplätze meinerKnabeujahre im Geiste zu besuchen und in Gesellschaft meiner ge-liebten Schwester und ihrer nicht minder geliebten Freundin aufmeinen eigenen Feldern umherzuwandern. Wie viele glücklicheStunden halte ich ans diese Art auf der spurlosen Einöde des stil-len, wie des atlanlischeu OceanS verträumt, und mit welcher Treuepflegte mir mein Gedächtniß die eigenthümlichen körperlichen wiegeistigen Reize jedes der beiden Mädchen zu schildern! Seit meinerneulichen Anwesenheit in London kam auch öfter Emilie Merton,um mit ihren gebildeteren Reden, ihren feineren Manieren dasGemälde zu schmücken, und gleichwohl kann ich mich nicht erinnern,daß ich ihr jemals mehr als den dritten Platz in der Stufenleitermeiner Bewunderung eingcränmt hätte.

Auch jetzt halte ich mich bald in solchen Träumereien aus der