sollen, sie müsse mehr als tausendmal einer Entdeckung auSgesctztgewesen sein. „Ja, ja, jetzt fange ich an die ganze Sache zu be-greifen. Wenn wir nur ein Bischen Wind hätten, ihr Herrn, sowürde ich noch heute Nacht unter Segel gehen."
„Da wäre es aber kaum der Muhe werth, daß wir uns solange aufgchalten hätten, Kapitän Williams," gab der Obcrsteuer-mann zur Antwort; „wir sind ja jetzt auf unserer Hut und ich binso ziemlich überzeugt, daß sich in unserer Nachbarschaft keine Wil-den befinde». Der Dipper und seine Freunde haben so weit ehr-lich mit uns gehandelt und cS ist nicht unwahrscheinlich, daß sienoch mehr Felle zum Austausche bringen. Dieser Bursche, denunsere Leute Sinudge getauft haben, benimmt sich mit einer Kalt-blütigkeit, daß ich ihm kaum ein Mitwissen von dem Untergangeder Seeotter zutrauen mag: sie kann recht leicht durch einen ganzanderen Haufen abgcschnitten worden seyn."
Diese Bemerkungen hatten viel für sich und verfehlten auchihre Wirkung auf den Kapitän nicht. Dieser beschloß übrigens,Smudge auf die Probe zu stellen; er hielt ihm deshalb die Schie-fertafel vor Angen und suchte ihn auch sonst in Kreuz- und Querfragenzu verwickeln, so weit dies durch bloße Zeichen geschehen konnte.
Ich darf wohl sagen, ein gleichgültiger Zuschauer würde sichhalb todt gelacht haben, wenn er unsere Bemühungen, den In-dianer in Berwirrung zu bringen, mit angesehen hätte. Grimassen,Fingerzeige, Ausrufe, Hallohs, Flüche und Gebärden — Alles warvergeblich. Smudge blieb so unbeweglich wte das Kielstück, mit wel-chem er confrontirt wurde. Der Bursche verstand uns nicht oderwollte uns nicht verstehen; seine Dummheit trotzte unseren Proben,und Markte, an einem Erfolge verzweifelnd, gab die Sache zuletztauf, indem er erklärte, „die Bestie weiß ja überhaupt von Nichtsund um so weniger noch von der Seeotter." Was vollends dieSchiefertafel betraf, so schien er nicht die leiseste Ahnung davonzu besitzen, was solch ein Ding zu bedeuten habe.