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Zwölftes Kapitel.
Trempetenschall, ho! — Anker auf! — die Segel loS!
Knirschend vor Ungeduld daS Banner seewärts flattert:
AIS wär'S der Himmel, der dies Lüftchen fächelt.
So schießt die Barke, wie lebendig, weiter.
Pinkney.
Die Krisis, das stattliche Schiff, hatte sich — wie gar manchePersonen — durch reinen Zufall — ausgezeichnet brav gehalten.Wäre diese Heldenthat in das Jahr 1518 und nicht auf 1600 ge-fallen, so hätte der berühmte Engpaß, dem wir so eben entkommenwaren, die Krisisstraße geheißen, jedenfalls ein besserer Name alsdie Zwitterbenennung, welche sie jetzt trägt und die weder Englischnoch Portugiesisch ist. Das Schiff hatte, wie ein Mensch in denWäldern, den Pfad verloren und als cs wieder zum Vorschein kam,war es der Heimath näher, als alle seine Insassen erwarten konnten.Die „blutigen Strömungen" waren dem Jrrthum zu Grunde ge-legen, hatten sich aber diesmal freundlich und nicht tückisch, wiefrüher, erwiesen. Wer sich jemals auf einer Haide, oder im Wald,oder sogar in einer Stadt verirrte, der weiß, wie leicht man beisolchen Gelegenheiten den Kopf verliert und wird die Art und Weisebegreifen, wie wir uns selbst betrogen hatten.
Nie werde ich das Entzücken vergessen, mit dem ich mich umsah,als da« Schiff in die offene See hinauslief. Da lag der stille Ocean,weit vor uns anSgebreitet, seine langen, regelmäßigen Wogen inbergähnlichen Reihen an's Ufer rollend, von einer glänzenden Sonneüberstrahlt und von der hellsten Atmosphäre begränzt. Jeder wardurch diesen Anblick erfreut und noch nie hatte ein Kommando inmeinen Ohren lieblicher geklungen, als der fröhliche Ruf des Ka-pitäns „die Luvbraffen zu bemannen."
Der Befehl wurde so früh, als die Klugheit es erlaubte, ge-geben und das Schiff brauste schäumend und mit der Hast eines Wett-