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baß die Richtung der Flut einen unfehlbaren Maaßstab für diesenabgebe.
Die Nacht, welche nunmehr folgte, war eine der angstvollsten,welche ich jemals verlebte. Wohl ein Dutzendmal fühlten wir unSversucht, in einer der verschiedenen Buchten, deren wir wenigstenszwanzig passirten, vor Anker zu gehen, konnten uns aber nichtentschließen, uns dem Verluste eines zweiten Kabeltau'S auSzusetzen.Die Flut kam etwas nach Sonnenuntergang und mußte noch vordem Morgen der Ebbe weichen; der Wind aber fuhr fort umzuhalcnund brachte uns zuletzt an eine förmliche Boleine, wobei wir nurnoch die Bramsegel bcibehielten.
Wir waren schon zu weit, um noch rückwärts zu können, sonstwäre es jetzt an der Zeit gewesen, rund herum zu vieren und aufdem seitherigen Wege zurückzugchen: allein mit jedem Schrittehofften wir wieder auf eine Ansbiegung nach Süden zu stoßen,welche uns in die offene See hinansführen sollte. Unzähligem»!drohte uns Gefahr, Schisfbrnch zu leiden, wenn wir so furchtbarnahe an den Riffen vorbeikamen; aber dieselbe gütige Vorsehung,welche uns bisher beschützt hatte, ließ uns auch jetzt glücklich ent-schlüpfen.
Noch nie hatte ich die Rückkehr des Tages mit solcher Freudebegrüßt wie diesmal. Wir hatten junge Ebbe und leichten Wind,als die Sonne endlich aufging: es war ein prachtvoller Morgenund Jedermann glaubte diesmal auf den Mittag eine Beobachtungweissagen zu dürfen. Immer noch wimmelte der Kanal von Inselnund auch an andern Gefahren fehlte eS nicht; da wir übrigensunser« Weg sehen konnten, so gelang es uns, sie alle wohlbehaltenzu passtren. Zuletzt aber drohte unserm Kurse die höchste Ver-wirrung, so viele große Eilande, durch Kanäle von einander ge-schieden, zeigten stch von allen Seiten. Aber auch ein Borgebirgelag vor uns und da wir hofften, dasselbe umgehen zu können, soblieben wir auf unserem Pfade.