er zwischen zwei Vorgebirgen einen engen Kanal entdeckte, be-hauptete er voll Triumphs, daß wir uns mit starken Schritten demKap Horn näherten: er hatte bei seinen früheren Fahrten um'SKap an den Gebirgen des Inlands schon öfter solche Formen be-merkt und die Bergspitzen sahen ihm aus wie alte Bekannte.
Unglücklicherweise erblickten wir die Sonne nicht im Meridianund konnten also keine Beobachtung anstelle«. So rannten wir ineinem ziemlich engen Kanäle mehrere Stunden lang gegen Südwest,als wir in unserem Kurse plötzlich auf eine Biegung stießen, welcheuns nordwestlich führte. -Auch hier war uns die Fluth noch günstig,und wir fühlten uns Alle überzeugt, daß wir nunmehr einen Punkterreicht hatten, wo die Ebbe, mit jener Richtung verglichen, inder wir sie in den übrigen Parthien des Kanals getroffen hatten,gerade den entgegengesetzten Weg verfolgen mußte, und daraus folgte,daß wir jetzt die eine Hälfte unserer Fahrt hinter uns hatten, wie-wohl der Kurs, in welchem wir steuerten, einen sehr gewundenenKanal vermuthen ließ. — Jedenfalls aber war eS nicht das KapHorn, dem wir entgegenliefen.
Trotz all der Schwierigkeiten und Zweifel, welche uns um-lagerten, trieb Kapitän Williams sein Schiff zur höchsten Eile,entschlossen, so lang es Tag war, so schnell wie nur möglich vor-zudringen. Der Sturm hatte ganz aufgehört; der Wind warabermals nach Süden umgesprungen, kam bald darauf aus Südostund näherte sich gegen Sonnenuntergang ganz wieder dem Westen.Zu allem Glück blieb er fortwährend gemäßigt, so daß wir nebenden Fock - und den MarSleesegeln, die wir fast den ganzen Taggeführt hatten, noch das große, sowie die Bramsegel einsetzen konnten.Das Schlimmste, was nunmehr unsre Lage zu bedrohen schien,war die Unzahl von Eilanden und Jnselchen, denen wir jetzt be-gegneten: das Ufer war auf beiden Seite» rauh und gebirgig undliefe Einschnitte setzten uns fortwährend in Versuchung, seitwärts ein-zulenkc»: allein der Kapitän blieb in seinem Kurs, richtig annehmend.