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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
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gelassen, der dritte Steuermann und ich stellten uns ans Ruderund führten den Kapitän rund uni das Schiff, um für den Fall,daß wir in der Nacht unterwegs gehen sollten, die Tiefe schon jetztkennen zu lernen. Bis auf einen Punkt, nämlich den Nnkergrund,fiel die Untersuchung ganz günstig aus, und wir kehrten sofortnach dem Schiffe zurück, nachdem wir gehörig Sorge getragenhatten, uns weder dem Wind noch der Strömung auszusetzen.Unter dem Kommando eines Steuermanns wurde jetzt noch eineAnkerwache aufgestellt, welche von vier zu vier Stunden abgelöstwerden sollte und dann begab sich Alles zur Ruhe.

Ich hatte die Morgenwache. Was von sieben Uhr Abends der Kapitän hatte nämlich in eigener Person die Hundswachegehalten bis wenige Minuten vor vier geschah, weiß ich nichtnäher anzugeben, erfuhr aber im Allgemeinen, daß der Wind inderselben Richtung zu wehen fortfuhr und nur an Heftigkeit all-mählig abnahm, bis er gegen Mitternacht nur noch als gewöhn-liche anstrat. Das Schiff lag noch leichter als zuvor an seinemKabel; als aber die Fluth herbeikam, war es kein Strudel mehr,in dem wir uns befanden, vielmehr hatte die Strömung einehöchst ungewöhnliche Erscheinung die beiden Seiten der Inselin Besitz genommen.

Es waren etwa noch zehn Minuten, ehe ich meine Wache aufdem Verdeck anzntreten hatte, als plötzlich sämmtliche Matrosenzusammengernfen wurden: ich rannte auf das Deck und fand, daßdas Kabeltau entzwei gegangen und das Schiff triftig geworden war.Marble hatte das Gallion gegen den Wind gestellt, und wir be-gannen alsbalv das Kabel hcreinznwinden, während das Schiffnoch wie zuvor Alles eingerefft hielt. Man fand, daß die Felsendas Unheil angerichtet hatten, wie denn die Schäfte ^ bis über zwei

* »Schaft' nennt man jeden einzelnen Strang oder Ta», a»r denen dieKabeltaue kgewöhulich von 3, S, auch 6 8 Schäften gebildet) bestehe».

D. II.