stand etwa eine halbe Meile von unserem Leequartier entfernt,war aber deutlich genug zu unterscheiden, und ich erkannte cs aufden ersten Blick als einen Lugger. ,
Nun gab es zwar auch englische Lugger; doch hatten michalle unsere Schisfersageu gelehrt, ein Schiff mit dieser eigenthüm-lichen Tackelage als einen Franzmann zu betrachten. Ich hattevon Kapern gehört, welche aus Dünkirchen, Boulogne und ver-schiedenen anderen französischen Häfen bei Nacht gegen die englischeKüste herüberkämen und daselbst Prisen machten, gerade wie dieserBursche es mit uns zu halten geneigt schien. Glücklicher Weisewar unser Gallion dem Lande zugekehrt und wir mochten um etwaanderthalb Punkte windwärts vom Leuchtthurm von DungenesS Hin-steuern, wobei wir noch von der Flut begünstigt wurden, soweitwir dies aus dem reißendschnellen Gange des Schiffes in dieserRichtung entnehmen konnten.
Mein Entschluß war in einer Minute gefaßt; von den Strand-battcrien wußte ich nichts, wenigstens war mir ihre Lage unbekannt,so daß ich keinen Schutz darunter hätte suchen können: dagegen lagdas Land vor mir, und ich beschloß, so rasch ich konnte, dahin zueilen. Wenn ich die Brigg mit allen Segeln, die sie zu tragenvermochte, ganz in den Wind stellte, so hoffte ich die Küste zuerreichen, noch ehe der Lugger sich neben mich gelegt hätte. SeinFeuer fürchtete ich nicht, denn ich dachte mir, da die französischeKüste mehrere Stunden entfernt war, werde er so etwas gar nichtwagen, weil er sich dadurch einen englischen Kreuzer auf den Halsladen könnte.
So ließ ich also Bor- und Kreuzmarssegel so rasch wie mög-lich einsetzen, die Luvbraffen etwas anziehen, die Boleinen dagegenlösen, so daß meine Brigg gerade in den Wind kam. Die Amandawar allerdings kein,Flieger*; allein auch sic schien, wie wir selbst,den Feind zu fürchten, denn noch nie hatte ich sie, besonders beidiesem Winde, mit solcher Hast dahinjagen sehen, und es dauerte